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Maradona, Rossi - und nun auch Baric.

In der Diözesanliga nun ganz oben angelangt: Diego Maradona, Paolo Rossi und Otto Barić. Nach kurzer Zeit im Fegefeuer: Maradona (Drogen), Rossi (Wettskandal), Barić (Homophobie). Aber wer ohne Sünde ist, schieße als Erster aufs leere Tor.

Ziemlich unterschiedlich war die Anteilnahme am Ableben dieser drei Fußballgrößen. Im Falle von Diego Maradona war es ein weltweites Ereignis. Der Abschied von Paolo Rossi war dann, mit Ausläufern, schon mehr auf Italien beschränkt. Und bei Otto Barić war die Rezeption sogar in Österreich, jedenfalls bis Montagnachmittag, doch eher verhalten – und das angesichts der Tatsache, dass es sich um den wohl erfolgreichsten Trainer in der Geschichte des österreichischen Klubfußballs handelte (mit drei verschiedenen Mannschaften Meister, zweimal im Europacup-Finale).

Zudem war Barić, Kärntens berühmtester Kroate, ein begnadeter Entertainer, quasi wie Maradona, nur ohne Drogen. „Schauen Sie“, war sein ceterum censeo, „maximale“ das stets passende Adjektiv. Legendär auch: „Russische Spieler Zachadse, er hat praktisch beleidigt meine Mutter. Und ich habe reagiert und so gespuckt in Seite.“ Der georgische Spieler hieß eigentlich Zchadadse.

Mitunter war es, als wäre Fritz Muliar vom „Soldaten Schwejk“ direkt ins Fußballfach gewechselt.


[R0GFR]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.12.2020)