Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Premium
Leitartikel

Europa muss gegenüber Irans Unrechtsregime rote Linien ziehen

Ruhollah Zam, a dissident journalist who was captured in what Tehran calls an intelligence operation, is seen during his trial in Tehran
Der iranische Journalist Ruhollah Sam wurde hingerichtet.VIA REUTERS
  • Drucken
  • Kommentieren

Der Iran lässt Journalisten entführen und hinrichten, hortet ausländische Gefangene wie Geiseln. Wie lange wollen Österreich und die EU noch zusehen?

Ganz hat die europäische Diplomatie ihr Rückgrat noch nicht verloren. Nach der Hinrichtung des iranischen Journalisten Ruhollah Sam konnte und wollte die EU zunächst nicht zur Tagesordnung übergehen. Sie ließ ein für Montag angesetztes europäisch-iranisches Wirtschaftsforum platzen. Irans Außenminister, Javad Zarif, und der EU-Außenbeauftragte, Josep Borrell, hätten bei der Internet-Konferenz vor Hunderten Unternehmensvertretern die Eröffnungsreden halten sollen; zur ersten Diskussionsrunde waren die Botschafter Frankreichs, Deutschlands, Italiens und auch Österreichs geladen. Einfach weiter übers Geschäft zu reden, als ob nichts geschehen wäre, erschien nach der skandalösen Exekution in Teheran dann doch nicht angemessen. Die virtuelle Zusammenkunft und Warenschau wurden zumindest verschoben.

Der Fall Sam wirft ein exemplarisches Schlaglicht auf das iranische Unrechtssystem.