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Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl steigt weiter

Coronakrise am Arbeitsmarkt
Coronakrise am Arbeitsmarkt(c) APA
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Österreichweit sind 472.157 Menschen ohne Job, 104.000 davon wegen der Coronakrise. Auch die Kurzarbeit wird wieder verstärkt in Anspruch genommen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist zwar weit vom Höchststand Mitte April entfernt, die Coronakrise belastet den Arbeitsmarkt aber weiterhin. Zuletzt sind die Zahlen wieder gestiegen. Derzeit sind insgesamt 472.157 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet oder befinden sich in Schulung. Das ist ein Anstieg um 5.807 Personen im Vergleich zur Vorwoche, wie das Arbeitsministerium am Dienstagvormittag mitteilte. Die krisenbedingte Arbeitslosigkeit liegt laut Ministerium bei rund 104.000 Arbeitslosen.

"Die Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen Weltwirtschaftskrise haben den Arbeitsmarkt nach wie vor fest im Griff", kommentierte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) die aktuellen Arbeitslosenzahlen. "Auch die für diese Jahreszeit typischen saisonalen Effekte zeigen ihre Wirkung."

Bisher hat die Coronakrise vor allem Tourismus, Handelsbetriebe, Verkehrsunternehmen und körpernahe Dienstleistungsberufe getroffen. Im Bereich Beherbergung und Gastronomie gibt es aktuell 72.244 Arbeitslose, bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen sind 70.076 Personen ohne Job und im Handel sind 56.834 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Auch die Corona-Kurzarbeit wird wieder von mehr Unternehmen in Anspruch genommen. Derzeit befinden sich 366.551 Personen in Kurzarbeit, um 42.698 Kurzarbeitende mehr als in der Vorwoche. Zum Vergleich: Ende September waren 295.000 Personen in Kurzarbeit, Anfang Juni sogar 1,37 Millionen. Das Arbeitsmarktservice (AMS) hat bisher rund 5,3 Mrd. Euro für die Corona-Kurzarbeit ausgezahlt. 9,4 Mrd. Euro sind derzeit bewilligt.