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Quergeschrieben

Warum der "Sex-Täter" aus den Schlagzeilen verschwinden muss

Bei der Berichterstattung über Vergewaltigung und sexuelle Belästigung kommt es auf jedes Wort an. Denn Sprache ist mächtig, heute mehr denn je.

Abgeordneter wegen Sex angeklagt“, lautete eine Schlagzeile in der „Kronen Zeitung“ vom Dienstag. Es geht um den Fall eines oberösterreichischen ÖVP-Landtagsabgeordneten, der sich Anfang kommenden Jahres wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung vor Gericht verantworten muss.

Ein solcher Titel ist ein Problem, denn er ist verharmlosend und ungenau. Sex bedeutet Geschlechtsverkehr oder sexuelle Betätigung. Das setzt Einvernehmen voraus. Geschieht der Akt gegen den Willen einer oder eines Beteiligten, muss ein anderer Begriff her, etwa geschlechtliche Nötigung – wenn die Tat nicht dem Beischlaf gleichzusetzen ist – oder Vergewaltigung.