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Das völlig überzogene Gerede von der „Lost Generation“

Lost Generation? Es wird Zeit, zu Verhältnismäßigkeit und Vernunft zurückzukehren.APA/HANS PUNZ
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Der Begriff hat historische Wurzeln und meint anderes als fehlende Lehrstellen, geschlossene Schulen, abgesagte Auslandssemester in einer Wohlstandsgesellschaft.

Zweihundert Reisebusse mit der Aufschrift „Lost Generation“ könnte man mit jenen Tausenden Jugendlichen füllen, die wegen der Coronakrise dieses Jahr keine Lehrstellen finden. Im Juni wollte die SP-Gewerkschaftsjugend mit diesem Bild Alarm schlagen. Ihr Vorsitzender, Josef Rehberger, kennt den Begriff offenbar nicht.

Er wäre nicht der Einzige mit einer Bildungslücke. FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl sah bei einer Pressekonferenz gleich die ganze Schülergeneration als „verloren“ an, die sich dieses Jahr durch virtuellen Unterricht quälen muss. Warum aber den Parteichefinnen von SPÖ und Neos, Pamela Rendi-Wagner und Beate Meinl-Reisinger, der Begriff der „Lost Generation“ über die Lippen kommt, ist unverständlich.