Die Corona-Pandemie fordert starke staatliche Eingriffe zur Vermeidung der Überforderung des Gesundheits-systems und eines Zusammenbruchs der Wirtschaft infolge eines Lockdown. Dazu ist die Aufnahme von Schulden in bisher unbekanntem Ausmaß notwendig, aber auch zahlreiche Eingriffe des Staates in die Wirtschaft. Die traditionellen Linksparteien sehen darin ihre alte Forderung nach stärkeren Eingriffen des Staates in die Wirtschaft bestätigt. Der Liberalismus, der den totalen Rückzug des Staates aus der Wirtschaft bevorzugte, befindet sich nunmehr auf dem Rückzug. Es sollte dabei beachtet werden, dass in einer außerordentlichen Notsituation das Handeln der Gemeinschaft die beste Lösung darstellt, dass aber nach Überwindung der Notsituation der vom individuellen Handeln ausgehende Fortschritt und die jeweils notwendige rasche Anpassung die weitaus bessere Lösung zur Vermehrung von Freiheit und Wohlstand der Gesamtbevölkerung darstellt.
Aufgabe der Politik des nächsten Jahres muss es daher sein, nach der Befreiung der Menschen und Unternehmen von durch die Pandemie geforderten Vorschriften wieder zur optimalen Freiheit der Konsumenten, Produzenten und Dienstnehmer zurückzuführen, ja diese weiter zu entwickeln.
Hinweis:
Alle weiteren Kommentare von EntscheidungsträgerInnen finden Sie unter dem redaktionellen Vorwort von "Presse" Chefredakteur und Herausgeber Rainer Nowak.