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Skiweltcup

Das Grödner Tal bleibt eine Wikinger-Hochburg

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Aleksander Aamodt Kilde holte das Speed-Double in Gröden. Wie einst sein Lehrmeister Aksel Lund Svindal.APA/AFP/TIZIANA FABI
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Aleksander Aamodt Kilde gewinnt auch den Abfahrtsklassiker auf der Saslong. Ebenfalls wieder eine Macht in Gröden: Team USA.

St. Christina/Wien. Es ist eine bemerkenswerte Eigenart des Skiweltcups, dass im Südtiroler Gröden zwei Nationen seit Jahren den Ton angeben: Norwegen und die USA. Warum das so ist, wissen weder die Männer aus dem Norden noch ihre Kollegen aus Übersee so recht.

Aleksander Aamodt Kilde, der nach dem Super-G am Vortag am Samstag auch den Abfahrtsklassiker auf der Saslong gewann, versuchte sich mit einer Erklärung. „Wir kennen die Strecke ganz gut, der Schnee ist schön, und es ist technisch. Und wir sind Allrounder, also ist das ganz gut für uns“, meinte der amtierende Gesamtweltcupsieger, nachdem er die Dominanz der Wikinger im Dolomitental einmal mehr untermauert hatte.

Kildes Triumphzug ist weit weniger überraschend als der zweite Platz des US-Amerikaners Ryan Cochran-Siegle, der nach neun Jahren im Weltcup und gerade einmal fünf Top-Ten-Resultaten nun just in der Gröden-Abfahrt seine Podest-Premiere feierte. Immerhin gibt es beim 28-Jährigen eine gewisse Verbindung ins Grödner Tal: Barbara Ann Cochran, die Olympiasiegerin und Mutter von Cochran-Siegle, hat vor 50 Jahren bei der WM in Gröden die Silbermedaille im Slalom geholt.

Ryan Cochran-Siegle in Gröden.GEPA pictures

Auf der Saslong vermochte es nun einzig Beat Feuz, die menschgewordene Abfahrtskonstanz aus der Schweiz, als Dritter die norwegisch-amerikanische Phalanx zu sprengen. Dahinter folgten Bryce Bennet (USA), zum wiederholten Mal in Gröden auf Platz vier (zugleich sein bisher bestes Weltcup-Resultat), Norwegens Kjetil Jansrud (zehnter Gröden-Podestplatz) und Jared Goldberg (USA). Für Letzteren bedeutet Platz sechs das Weltcup-Hoch.

Der größte Gröden-Experte im US-Team fehlte sogar. Steven Nyman pausiert wegen einer gerissenen Achillessehne, dem mittlerweile 38-Jährigen gelangen bisher drei Weltcupsiege, alle in Gröden, zuletzt 2014.

Dann begründete Aksel Lund Svindal mit einem Speed-Double die Wikinger-Ära. In den jüngsten 17 Rennen hat es elf norwegische Siege gegeben.

Bester Österreicher war dieses Mal ein Deutscher. Der 34-jährige Tiroler Romed Baumann wurde Achter, startet seit dem vergangenen Winter aber für den Deutschen Skiverband.