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Kommentare zum Jahreswechsel

Renaissance der Nähe

2020 war wahrlich ein turbulentes Jahr, das zweifellos ganz anders verlaufen ist, als wir uns das zu Beginn vorgestellt haben. Der Lockdown im Frühjahr zwang Unternehmen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung von Kommunikation und Geschäftsprozessen. Durch den merklichen Schub bei der Nutzung digitaler Technologien wird die reale Begegnung zwischen Berater und Kunde aber noch mehr geschätzt als zuvor. Die erzwungene Distanz führt zu einer „Renaissance der Nähe“. Das heißt, dass unsere Kunden viel bewusster die Nähe beziehungsweise den Kontakt mit ihrem Berater suchen und das Persönliche einen noch höheren Stellenwert bekommt. Digitale Angebote können einiges vereinfachen und unterstützen, der persönliche Kontakt ist aber nicht wegzudenken und spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um das Thema Vertrauen geht.

Schließlich ist Vertrauen das Grundkapital im Bankgeschäft. Die Möglichkeiten der Digitalisierung sind daher eine gute Ergänzung, aber eben nur das. Auch in Zukunft werden sie nicht die analoge Beziehung zwischen Bank und Kunden ersetzen. Vieles ist digitalisierbar, das persönliche Gespräch auf Augenhöhe ist es aber nicht.

Hinweis:

Dieser Kommentar erscheint als Teil der Serie "Kommentare zum Jahreswechsel".

Alle weiteren Kommentare von EntscheidungsträgerInnen finden Sie unter dem redaktionellen Vorwort von "Presse" Chefredakteur und Herausgeber Rainer Nowak.


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