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Schulden

Bei Privatkonkurs wird in Griechenland das Eigenheim eingezogen

Für überschuldete Hausbesitzer könnte es mit Jahreswechsel eng werden. Im Bild eine Straße in Athen im Frühjahrs-Lockdown.
Für überschuldete Hausbesitzer könnte es mit Jahreswechsel eng werden. Im Bild eine Straße in Athen im Frühjahrs-Lockdown.(c) Getty Images (Milos Bicanski)
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Für überschuldete Hausbesitzer wird es in Griechenland eng: Mit dem neuen Jahr müssen Schuldner sämtliche Vermögenswerte verflüssigen – auch ihren Erstwohnsitz. Der IWF fürchtet einen sprunghaften Anstieg fauler griechischer Kredite.

Die tägliche Belästigung durch Callcenter ist im Griechenland der Schuldenkrise für die – vielen – säumigen Zahler längst zum Alltag geworden. Doch seit März 2020 verkünden die Stimmen am Telefon auch gute Nachrichten: Im Zeichen der Corona-Krise gibt es Zahlungsaufschübe. Wer nicht zahlen kann, stößt also auf Verständnis.

Auch Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis zeigte sich Mitte November im Parlament bei der Diskussion über das neue Insolvenzgesetz nachsichtig, und zwar bei einem Problem, das in Griechenland ideologisch stark besetzt ist und stets hohe Wellen schlägt: Bis Ende 2020 werden alle Versteigerungen von Erstwohnsitzen ausgesetzt, verkündete er. Damit verlängerte er ein Moratorium, das seit März Realität war – eine Verlängerung übrigens, die die Banken, die auf den meisten Immobilien sitzen, bereits seit September umsetzen.