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Leitartikel

Anreize, Sanktionen oder „nur“ Aufklärung? Das Impf-Dilemma

Austria begins vaccinations against coronavirus disease (COVID-19)
Am Sonntag wurden in fast ganz Österreich die ersten Personen – allesamt aus der Hochrisikogruppe – gegen das Coronavirus geimpft.REUTERS
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Auf Eigenverantwortung und Solidarität zu setzen könnte zu wenig sein. Eine Impfpflicht kommt nicht infrage. Wie also umgehen mit den Skeptikern?

Es ist so weit. Exakt ein Jahr nach Bekanntwerden einer „neuen mysteriösen Lungenkrankheit“ in der chinesischen Metropole Wuhan wurden am Sonntag in ganz Österreich die ersten Impfungen gegen Covid-19 verabreicht. In den kommenden Monaten sollen Millionen weitere folgen. Lassen sich mindestens 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung impfen, ist die Pandemie besiegt.

Verschwinden wird das Coronavirus zwar nicht, Infektionswellen könnten aber verhindert werden – und damit auch die Überlastung der Intensivstationen, was gleichbedeutend wäre mit der schrittweisen Rückkehr zur Normalität.

Aber davon ist Europa so weit entfernt wie Wien von Wuhan. Nicht einmal die optimistischsten Gesundheitsexperten rechnen mit einer Impfrate von mehr als der Hälfte. Aktuelle Umfragen gehen sogar von nur 30 bis 35 Prozent aus. Eine Situation, die die Bundesregierung vor ein veritables Dilemma stellt.