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Luxuriöse Ruheoasen

Stylische Zufluchtsorte mit Babyelefanten

Zum Taprobane Island in Sri Lanka setzt man per Elefant über.
Zum Taprobane Island in Sri Lanka setzt man per Elefant über.(c) Vladi Private Islands
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Vom Barfuß-Luxus bis zum Skischuh-Wärmer: Private Unterkünfte, in denen sich der Mindestabstand problemlos einhalten lässt und in die nur hineinkommt, wer zur Mini-Reisegruppe gehört.

Dass die Feiertage heuer etwas leiser gefeiert wurden, bedeutet nicht, dass man danach nicht trotzdem erholungsbedürftig ist. Denn nicht nur die große Bescherung fiel meist aus, sondern auch der wohlverdiente Urlaub. Schön langsam darf man sich aber schon einmal in bessere Zeiten träumen, vor allem, wenn man sich einen Zufluchtsort auswählt, den man dann für sich allein hat.

Versteck am Indischen Ozean

Wer nach einem Jahr, in dem das Neuentdecken der Heimat großgeschrieben und als Tugend gepriesen wurde, jetzt wieder einen echten Tapetenwechsel sucht, kann diesen auf Taprobane Island vor der Küste Sri Lankas finden. Die Anreise führt über den internationalen Flughafen von Colombo; per Helikopterflug wird man nach Weligama gebracht, wo dann Elefanten bestiegen werden. Diese bringen die Urlauber – auf den letzten 180 Metern und bei Ebbe – samt Gepäck auf ein zwei Hektar großes Eiland, das in den 1920er-Jahren vom britisch-französischen Landschaftsarchitekten und Möbeldesigner Maurice Talvande gekauft wurde, der es in seinen persönlichen Garten Eden verwandeln wollte.

Was ihm durchaus gelang und bis heute zu bewundern ist: Inmitten üppiger Botanik versteckt sich eine achteckige Villa, die mit ihrem Mobiliar im Kolonialstil, um das Haus laufenden Veranden, einem Felsen- und einem Swimmingpool noch immer das Flair der 1920er- und 1930er-Jahre versprüht. Seitdem hat der Landsitz die verschiedensten Künstler inspiriert: Von Paul Bowles, der hier „Das Haus der Spinne“ schrieb, bis zu Kylie Minogue, die der Insel einen eigenen Song gewidmet hat. Heute kann man sie komplett mieten, in vier Doppelzimmern haben bis zu acht Bewohner Platz. Der Preis liegt zwischen 1000 und 2000 Euro pro Tag, Infos unter www.taprobaneisland.com, buchbar auch über www.vladi-private-islands.de.

Natur und Design auf Gran Canaria.
Natur und Design auf Gran Canaria.(c) Daniel Hernández Padrón

Wer eine etwas kürzere Anreise schätzt, kann auf Gran Canaria seine persönliche Ruheoase finden. Im Süden der Insel lässt sich die Finca Paraiso mieten, die alles daran setzt, ihrem großen Namen gerecht zu werden. Das inmitten einer kleinen Oase am Berg gelegene Landhaus hat jüngst einen modernen Anbau bekommen, der schon allein mit seinem rustikal-minimalistischen Interieur Ruhe ausstrahlt: Designklassiker des 20. Jahrhunderts werden stilsicher unter anderem mit einem Küchenblock aus Sichtbeton kombiniert.

Der eigentliche Star des Anwesens ist aber die Umgebung, die architektonisch in das Wohnerlebnis eingebunden wird. So lässt sich der Wohnraum komplett öffnen und sorgt für einen fließenden Übergang zu der schwebenden Terrasse. Das Natursteinbad hat eine beleuchtete Außendusche, diverse Terrassen führen in alle Himmelsrichtungen und auf verschiedene Ebenen, auf denen sich jeder Bewohner seinen ganz persönlichen Rückzugsort schaffen kann.

Das Schlafzimmer im psychedelischen 1960er-Jahre-Flair versprüht allerdings nicht ganz so viel Zen wie der Rest des Hauses. Vermittelt wird dieses von www.urlaubsarchitektur.de zu Preisen ab 160 Euro pro Tag.

Hüttengaudi in Kitzbühel.
Hüttengaudi in Kitzbühel.(c) Hahnenkamm Lodge

Ski in/Ski out an der Streif

Wenn statt Sonne und Strand eher Ski in/Ski out gefragt ist, ist in Abstand suchenden Zeiten ein Privat-Chalet eine gute Idee. Wer so etwas gern mit einer prominenten Urlaubsadresse verbinden möchte, wird direkt an der Streif fündig: Hier steht – nur 50 Meter vom Starthäuschen entfernt – die Hahnenkamm Lodge Kitzbühel, die aber nur komplett buchbar ist. Sie umfasst fünf Suiten, in denen bis zu zwölf Personen Platz finden.

Viel Altholz, ein elegantes Design, große Ausblicke und offene Feuerstellen prägen das Interieur, das Corona-Après-Ski kann man in einem eigenen Fitness- und Spa-Bereich samt Zirbensauna und Dampfbad absolvieren. Außer zum Skifahren muss die Lodge jedoch nicht verlassen werden: Für das Kulinarische sorgt ein Privatkoch, für alles andere ein eigenes Lodge-Team. Infos unter www.hahnenkamm-lodge.com, die Preise beginnen bei 6000 Euro pro Nacht. (SMA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.01.2021)