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Oper im Fernsehen

Die „Fledermaus“ flattert ins Leere

Mit der Stimme ist er nicht ganz so geschickt wie mit der Rose: Michael Laurenz als Alfred beim Versuch, Camilla Nylund als Rosalinde zu bezirzen.
Mit der Stimme ist er nicht ganz so geschickt wie mit der Rose: Michael Laurenz als Alfred beim Versuch, Camilla Nylund als Rosalinde zu bezirzen.(c) Staatsoper/Walter Pöhn
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Johann Strauß' Operettendauerbrenner unter Cornelius Meister aus der Staatsoper mit vielen Debüts vor leerem Haus, noch zu erleben via ORF-TVthek.

Otto Schenk, der Regisseur dieser zu Silvester 1979 herausgekommenen Inszenierung von Johann Strauß' „Fledermaus“, längst einer der gleichsam sakrosankten Klassiker im Staatsopernrepertoire, Otto Schenk also hat einmal erzählt, sein Vater habe in seinem Textbuch von Wagners „Meistersingern“ an den besonders ergreifenden Stellen wie etwa Evchens „O Sachs! Mein Freund!“ den Imperativ „Weinen!“ an den Rand gekritzelt. Denn, so der Gedanke des Herrn Papa, das Publikum habe gefälligst auch seinen qualifizierten Beitrag zum Gelingen einer Aufführung zu leisten. Das gilt für eine Komödie noch mehr – womit wir bei der aktuellen, vor leerem Haus gegebenen Silvester-„Fledermaus“ wären, der, wie zuletzt dem „Rosenkavalier“, ein solcher energetischer Rückfluss doch schmerzlich gefehlt hat.