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Personalentscheidung

Heinrich Himmer als Wiener Bildungsdirektor wiederbestellt

Heinrich Himmer darf den Chefsessel in der Wiener Bildungsdirektion nun wieder einnehmen.
Heinrich Himmer darf den Chefsessel in der Wiener Bildungsdirektion nun wieder einnehmen.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Den Vorschlag von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) angenommen. Bis 2025 wird Heinrich Himmer nun erneut Wiener Bildungsdirektor.

Nach der Neubesetzung des Bildungsstadtrats mit Christoph Wiederkehr (Neos) wird nun auch der Posten des Wiener Bildungsdirektors neu bestellt. Er wird, wie zuvor, Heinrich Himmer heißen, wie das Bildungsministerium am Donnerstag verlautbarte.

Damit ist die Frage, wer die zentrale Funktion in der städtischen Bildungspolitik bis 2025 einnimmt, nach wochenlangem Warten geklärt. Denn schon mit der Angelobung der rot-pinken Stadtregierung Ende November war die Schlüsselposition innerhalb der Wiener Schulbehörden vakant geworden [premium]. Himmer hatte diese 2017 vom jetzigen Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) 2017 übernommen.

„Ich habe mit Heinrich Himmer in den vergangenen Jahren und
gerade in der Corona-Pandemie sehr konstruktiv zusammengearbeitet",
argumentierte Faßmann seine Entscheidung. „Er hat bewiesen, dass er Krisen wie die Corona-Pandemie und den schrecklichen Terroranschlag in Wien gut meistern kann.“

Hybrid aus Bund und Land

Dass sich Himmer nun erneut auf dem Ticket von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) durchgesetzt hat, überrascht daher nicht. Seine Wiederbestellung hatten „Vögelchen schon vom Dach gezwitschert“, wie schon Mitte Dezember informierte Kreise verlautbarten.

Zwar wird die politische Unabhängigkeit der Bildungsdirektoren durch ein Hearing vor einer unabhängigen Kommission sichergestellt, der finale Vorschlag kommt jedoch von den Landeshauptleuten. Bestellt wiederum wird der Bildungsdirektor vom Bildungsministerium. Parteipolitisch gilt die Position demnach, trotz Bewerbungsverfahrens, als der jeweiligen Landesregierung entsprechend eingefärbt.

Politisch relevant ist die (Neu-)Bestellung der Bildungsdirektionen, die 2018/19 die Landesschulräte abgelöst haben, auch deshalb, weil sie als Hybridbehörde aus Bund und Ländern die Schulverwaltung des jeweiligen Bundeslandes orchestrieren müssen. Dass das – aufgrund föderalistischer Kompetenzfragen – nicht immer friktionsfrei geschieht, zeigt sich nicht zuletzt in den Streitigkeiten im Coronamanagement deutlich.