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Das Kapitol in Washington nach dem verheerenden Brand im August 1814. Britische Truppen hatten ihn bei der Besetzung der US-Hauptstadt gelegt.
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Geschichte

August 1814: Washington in Flammen, Sturm auf das Parlament

Vor 206 Jahren eroberten britische Truppen die US-Hauptstadt und zündeten öffentliche Gebäude an. Danach blieb das Kapitol vor feindlicher Übernahme verschont. Bis 6. 1. 2021.

Dolley Payne Todd Madison, die Frau des vierten US-Präsidenten, hat Washington gerettet. Das kam so: 1814 eroberten im August britische Truppen die Hauptstadt der seit 1776 für unabhängig erklärten Vereinigten Staaten von Amerika. Sie brannten das Kapitol, diverse Ministerien und den Amtssitz des bereits via Virginia nach Maryland geflohenen Präsidenten James Madison nieder. Frau Madison ließ sich etwas mehr Zeit und soll kurz vor der Invasion das berühmte, von Gilbert Stuart gemalte Porträt George Washingtons, des ersten Präsidenten der USA, vor den Flammen bewahrt haben. Genauer gesagt waren es laut einem anwesenden Sklaven ein Türsteher und ein Gärtner.

Der Sturm der Briten auf die nach dem Kriegsgeneral benannte Hauptstadt war für die junge Nation ein einmaliger Schock. 206 Jahre lang. Nie mehr seither, bis in die beschämende Endphase der Präsidentschaft Donald Trumps, sollten fremde Truppen oder gar inländische Marodeure mit Gewalt zu den für Amerikaner heiligen republikanischen Stätten der Demokratie vordringen. Eine Fülle an Büchern sind über den August 1814 in Washington geschrieben worden, von Augenzeugenberichten bis zu Fiktionen und historischen Werken unserer Tage.