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Freitesten, leicht gemacht

Das Freitesten ist tot, es lebe das Freitesten!

Statt die Aufhebung von Ausgangsbeschränkungen ganz an Corona-Proben zu knüpfen, soll nun ein Test den Zugang zu konkreten Veranstaltungen sichern. Für jeden Ort braucht es also eine gute Lösung.

So darf man nur noch mit Freischwimmerausweis in die Therme. Wer zum Fußball will, muss anhand eines Freistoßes beweisen, dass er fit genug für den Stadionbesuch ist. Geschossen wird auf das leere Tor, weil die österreichische Bundesliga fürchtet, dass sonst auch viele Spieler nicht in das Stadion dürften. Am Theatereingang wird kontrolliert, ob man seinen „Hamlet“ gelernt hat: Jeder Besucher muss den Satz „Getestet sein oder nicht getestet sein, das ist hier die Frage“ ohne Huster sagen, während er in der Hand einen Totenkopf hält. Bei diesem wird ein Abstrich in der Nasenhöhle gemacht.

Auch für das Einkaufen kommen neue Regeln. Zum Juwelier darf nur gehen, wer sich am Eingang mit Schmuck von Frey Wille ausweist. Im Supermarkt muss man statt der Jö-Karte die E-Card mit gespeichertem Testergebnis stecken, um Rabatte zu generieren. Ausnahmen gibt es nur für Einwohner von Freistadt. Für das Einkaufen in Freilassing laufen gerade zähe Verhandlungen mit Bayern.

Ärger gibt es noch mit den Wirten: Sie sind nicht von der Idee begeistert, an Getestete nur Freibier ausschenken zu dürfen. (aich)

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