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Gegengift

Liebe Dudens: Schafft endlich den bösen Imperativ ab!

(c) imago images/Stefan Zeitz (stefan zeitz via www.imago-images.de)
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Der Verlag Bibliographisches Institut ergänzt sein wichtigstes Online-Wörterbuch, weil mehr Gender-Sensibilität erwünscht ist.

In den geräumigen Werkhallen des Gegengiftes gibt es viele Schreibstuben – zum Beispiel für Rechtshänder und Linkshänderinnen oder auch für Verweigernde des kategorischen Konjunktivs. Bei uns arbeiten sogar fast vernachlässigbare Minderheiten. Eine hat „Gedenket des Genitivs, den dich die Grammatik der Sophisten gelehret hat!“ auf ihre Korrekturfahnen geschrieben. Von der Militanz der Splittergruppe „Befreit das Sanskrit von Schlegel und Bopp!“ wollen wir gar nicht erst reden.

Entsprechend aufgeweckt waren Kolleginnen und Kollegen gestimmt, als erste Meldungen bei uns eintröpfelten, dass die „Duden“-Redaktion gerade ihr Online-Wörterbuch großzügig ändert, vor allem, um stärker auf wachsende Gender-Sensibilität einzugehen. Circa 12.000 Personen- und Berufsbezeichnungen sollen zwei statt wie bisher einen Wort-Artikel erhalten, bestätigte der Fachverlag Bibliographisches Institut (BI) in Berlin.

Worum geht es? Um das „generische Maskulinum“.