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USA

Jay Kay war nicht der Bisonhörner-Mann!

Die bizarre Erscheinung beim Sturm aufs Kapitol hat die Fantasie beflügelt.

Die Identität des Mannes mit den Bisonhörnern konnte bald aufgeklärt werden – nicht zuletzt in der „Presse“ –, doch das kurze Rätselraten hat die populärkulturelle Fantasie beflügelt. Und für Konversation gesorgt: Dass die Wikinger gar keine Hörner auf den Helmen trugen, erklärten Historiker. Und Jazzfreunde verwiesen darauf, dass Miles Davis „The Man With The Horn“ genannt wurde (im Singular, gemeint ist natürlich die Trompete).

Angeblich im Ernst unter Verdacht geraten ist Jay Kay, Sänger der britischen Band Jamiroquai – und bekannt für extravagante Kopfbedeckungen, oft inspiriert von indianischem Kopfschmuck (der Name Jamiroquai leitet sich teilweise von den Irokesen ab). Zumindest hielt Kay es für notwendig, via Video mit amerikanischem Akzent zu erklären: „Good morning world. Now some of you may be thinking you saw me in Washington last night, but I'm afraid I wasn't with all those freaks.“ Völlig abwegig war die Spur nicht: Schließlich hat sich der wirkliche Hörnermann von Washington, Jake Angeli von der QAnon-Bewegung, einst als Kleindarsteller und Sänger versucht. (tk)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2021)