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USA

Begnadigt sich Donald Trump selbst?

Die blutverschmierte Büste des zwölften Präsidenten der USA, Zachary Taylor (4. März 1849 bis zu seinem Tod am 9. Juli 1850), ist nach dem Sturm aufs Kapitol in Plastik gehüllt.
Die blutverschmierte Büste des zwölften Präsidenten der USA, Zachary Taylor (4. März 1849 bis zu seinem Tod am 9. Juli 1850), ist nach dem Sturm aufs Kapitol in Plastik gehüllt.APA/AFP/GETTY IMAGES/Samuel Coru
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Nach dem Sturm auf das Kapitol gesteht der Präsident seine Niederlage ein, will aber nicht zur Inauguration Joe Bidens. Dass er vor 20. Jänner sein Amt verliert, ist unwahrscheinlich. Biden nannte ihn nun „völlig amtsunfähig“ und eine „Peinlichkeit".

New York. Nach der Präsidentschaftswahl vom 3. November hätte Donald Trump trotz einer sich abzeichnenden Niederlage erhobenen Hauptes einen ehrwürdigen Auszug aus dem Weißen Haus vorbereiten können. Seine Partei hatte besser als erwartet abgeschnitten und es wäre ein Leichtes gewesen, das Ende seiner Präsidentschaft auf China und das Coronavirus zu schieben. Nun, zwei Monate später, steht der scheidende Präsident vor den Trümmern seines Schaffens. Weite Teile der Republikaner wenden sich von ihm ab, der politische Schaden nach dem Sturm auf das Kapitol scheint irreparabel.

Spät, zu spät, postete Trump in der Nacht auf Freitag auf Twitter ein Video, in dem er den Angriff auf das Herz der US-Demokratie unmissverständlich verurteilte. „Wie alle Amerikaner machen mich die Gewalt, die Gesetzlosigkeit und das Chaos wütend“, sagte der Präsident. Fünf Menschen kamen bei dem Angriff seiner Anhänger auf den Sitz von Repräsentantenhaus und Senat ums Leben, auch ein Polizist erlag seinen Verletzungen. „Die Gemüter müssen sich nun beruhigen“, erklärte Trump. Noch am Tag zuvor hatte der Präsident den Mob zwar aufgefordert, nach Hause zu gehen, dabei aber im gleichen Atemzug gesagt: „Wir lieben euch.”