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Black Monday

Wer jetzt kauft, muss die Kunst des Haltens beherrschen

Dass Buy-and-Hold-Strategien (Kaufen und Halten) langfristig kaum zu schlagen sind, hat sich herumgesprochen.
Dass Buy-and-Hold-Strategien (Kaufen und Halten) langfristig kaum zu schlagen sind, hat sich herumgesprochen.(c) imago images/Marcel Lorenz (Marcel Lorenz via www.imago-images.de)
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Die Preise für Technologieaktien oder Bitcoin sind in schwindlige Höhen geklettert. Sie werden korrigieren und (wahrscheinlich) wieder steigen.

Ich hatte zwar eine Liste mit Börsentipps, auf der zum Beispiel stand, Aktien länger zu halten und nicht zu viel zu handeln. Aber wer seine Emotionen nicht im Griff hat, dem nützt die beste Liste nichts.“ Das sagt ein 30-Jähriger in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“, nachdem er bei einem Broker, der für niedrige Gebühren bekannt ist, all sein Geld verloren hat. Zuvor hatte er bis zu 30-mal am Tag gehandelt, auf fallende Kurse gewettet (die sich zwar einstellten, aber zu spät) und mit Hebeln versucht, seinen Gewinn zu vervielfachen (was zunächst gut lief und dann in die falsche Richtung ging).

Dabei hatte er durchaus vernünftige Überlegungen angestellt: Er hatte Aktien von Airbus und Boeing erworben, weil er dachte, dass sich der Tourismus ja wieder erholen würde. Die Aktien erholten sich auch: Die Airbus-Aktie, die im Zuge der Coronakrise von 140 auf 50 Euro abgestürzt war, kostete zuletzt 90 Euro. Boeing fiel von über 300 auf unter 100 Dollar, inzwischen hat sie sich vom Tief weg verdoppelt. Linear erfolgte die Erholung nicht, in beiden Fällen kam es immer wieder zu Korrekturen. So lange wollte der Anleger nicht warten.