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Reisepläne

Urlaub auf Abstand, auf Balkonien und in letzter Minute: Die Urlaubstrends 2021

(c) imago images/Cavan Images
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Corona hat auch das Reiseverhalten stark beeinflusst. Einige der Entwicklungen könnten bestehen bleiben, zeigt die Analyse einer Reiseplattform.

Mit der Aussicht auf die Corona-Impfung erhoffen sich viele Reisefreudige auch auf diesem Gebiet eine Rückkehr zu Normalität - und damit eine Rückkehr zum Meer, auf fern gelegene Berge und an noch unbekannte Plätze.

Dennoch werden einige Entwicklungen und Trends aus dem Coronajahr bestehen bleiben, wie das Reiseportal „weg.de" nun aus der Analyse seiner Nutzerdaten festgestellt hat. Berücksichtigt wurden dabei vor allem die Angaben der deutschen Reisenden, freilich seien sie aber auch auf Österreicher auslegbar. Ein Überblick.

1. Last-Minute-Urlaub ist gefragt

Wem im letzten Jahr eine kurzfristig verhängte Reisewarnung oder ein stornierter Flug die Urlaubspläne durchkreuzt hat, der hat es sich beim nächsten Mal vielleicht zweimal überlegt, die Reise tatsächlich lange im Voraus zu buchen. Es galt im Jahr 2020 - nicht zuletzt in Sachen Urlaub und Reisen - gelassen zu bleiben, flexibel zu sein und Spontanität an den Tag zu legen. So haben sich im Vergleich zum Vorjahr die Last-Minute-Buchungen zwischen Juni und Oktober verdoppelt, stellt die Reiseagentur fest. Nutzer könnten demnach auch weiterhin auf Spontanität setzen.

2. „Staycation": Urlaub in der Heimat

Zum Zuhausebleiben angehalten, haben viele die Heimat gezwungenermaßen für sich entdeckt, Berge und Seen vor der Haustür erkundet und festgestellt: Um es schön zu haben, muss man nicht unbedingt viele Flugmeilen zurücklegen. Auch das eigene Zuhause wurde gemütlich hergerichtet, das Gefühl von Urlaub nach „Balkonien“ geholt.

3. „Social Distancing“ auch im Urlaub

Weil die Distanz und der Abstand auch im Urlaub wichtig waren, zog es die Menschen in die Natur. Menschenmassen wurden so vermieden, abgelegene Orte aufgesucht. Das Campen wurde neu entdeckt und auch das Reisen im Camping-Wagen zum neuen Trend.

4. In der Ruhe liegt die Kraft

Damit geht auch der nächste Begriff einher: „Slow-Travelling“. Die Coronapandemie hat vielen Menschen die Hektik aus dem Alltag genommen, sie zum Innehalten und zum Entschleunigen gebracht. Dies zeigt sich auch im Reiseverhalten: Gerne sind die Menschen für längere Zeit an einen Ort gefahren, beobachtet die Reiseagentur, anstatt sich innerhalb von kurzer Zeit möglichst viele Orte anzusehen. So hatten sie genug Zeit, anzukommen und den neuen Ort kennenzulernen.

5. Home-Office verlagern

Dort konnten sie dann auch dem nächsten mittlerweile etablierten und beliebten Reisetrend nachgehen: der „Workation“, dem Arbeiten aus dem Urlaub. Das Home-Office ist schließlich schnell einmal abgebaut und lässt sich auch in die Ferne verlagern. Sobald der Laptop zugeklappt und der Arbeitstag beendet ist, wird das neue Reiseziel erkundet. 

6. Dieses Jahr wird wieder in der Gruppe verreist

Ob die Flitterwochen, der Junggesellenabschied oder der 30er: Viele geplante Feierlichkeiten, für die man wegfahren wollte, konnten im letzten Jahr nicht stattfinden und wurden auf 2021 verschoben. Darum wird ein Anstieg bei Buchungen von Gruppen- oder Familienreisen erwartet. Die Reisebegleitung wird - nach einem von Social-Distancing geprägten Jahr - umso mehr geschätzt.

Die Menschen wollen die verlorene Zeit nachholen, resümiert die Reiseplattform. Ihren Urlaub werden sie dadurch noch mehr genießen, analysieren sie, anstatt auf Social Media damit zu prahlen. Denn am wichtigsten wird sein, mit wem man unterwegs ist, und nicht wohin es geht und wer aller davon weiß.

(bsch)