Pläne für "U-Bahn-Polizei"

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Bei der Wiener Polizei häufen sich die Anzeichen dafür, dass bald eine „Bereitschaftspolizei“ aufgestellt wird. Sie soll für Sicherheit in den U-Bahnen sorgen. Die Einheit könnte bereits ab 2012 patrouillieren.

WIEN. Bei der Wiener Polizei häufen sich die Anzeichen dafür, dass bald eine sogenannte „Bereitschaftspolizei“ aufgestellt wird. Diese fixe Sondereinheit soll in einer ersten Phase aus 30 bis 40 Beamten bestehen. Diese werden vor allem für die Sicherheit in U-Bahnen verantwortlich sein, aber auch (Drogen-)Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf frequentierten Plätzen sowie in Parkanlagen durchführen. Angedacht sei, dass die Einheit auch die Straßenprostitution überprüft, wird der „Presse“ berichtet. Die Bereitschaftspolizei könnte 2012 aufgestellt sein. Derzeit wird das Projekt im Landespolizeikommando (LPK) unter die Lupe genommen. Hintergrund dafür ist auch die in der Nacht auf heute, Samstag, gestartete Nacht-U-Bahn der Wiener Linien. Die Polizei hat nun erhebliche Mehrarbeit zu leisten: Man ist mit dem Versprechen angetreten, künftig in jeder der 22 Nacht-U-Bahn-Garnituren zwei Polizisten mitfahren zu lassen. Das bedeutet mehr Personalaufwand und weniger Polizisten an der „Oberfläche“.

Polizeiführung war dagegen

Daher wurden schon im Frühjahr Stimmen nach einer eigenen Sondereinheit für die U-Bahnen laut. „Die wollten wir schon mit September 2010“, erklärt SP-Polizeigewerkschafter Josef Sbrizzai. Diese „U-Bahn-Polizei“ aus erfahrenem Kaderpersonal und Polizeischülern in der Praxisphase stieß aber im LPK – zunächst – auf wenig Gegenliebe. Die Sicherung von öffentlichen Verkehrsmitteln sei Aufgabe jedes Polizisten, dazu bedürfe es aber keiner eigenen „Sonderkommission“, hieß es damals noch.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2010)

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