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Déjà-vu

Österreich ist nicht auf einem Weltrettungstrip

Peter Kufner
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Auch nach der Coronapandemie werden wir uns nicht in einer neuen Welt befinden, in der alles besser ist.

Zeitungskolumnisten fühlen sich irgendwie verpflichtet, wenn sie zum ersten Mal in einem neuen Jahr drankommen, entweder einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen oder eine Vorausschau auf das neue zu machen. Ein Rückblick auf das denkwürdige Jahr 2020 erübrigt sich, damit sind die Historiker bereits emsig beschäftigt. Also Vorausschau. Bei der ist aber die Versuchung groß, seine eigene höchst persönliche Wunschliste mit einem politischen Programm für den Bundeskanzler oder die Regierung zu verwechseln.

Bei dem Tempo, mit dem die Anti-Covid-19-Impfungen in Österreich vor sich gehen, muss man damit rechnen, dass normale Politik, die sich mit anderen Themen als der Coronabewältigung beschäftigt, nicht vor dem Sommer stattfinden wird; da dann bald die Ferien beginnen also realistischerweise im Herbst. Ob man durch die Betrauung der Länder mit den Impfungen womöglich den Bock zum Gärtner gemacht hat, wird sich noch zeigen. Wenn ein Land wie die Steiermark in der ersten Tranche 40 (in Worten: vierzig) Dosen „verimpft“, während es im ähnlich großen Niederösterreich immerhin 2670 waren (auch das lächerlich wenig), kann man an der Kompetenz der Zuständigen seine Zweifel haben.