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Management

UniCredit sucht neuen Chef - Mehrere Kandidaten im Rennen

Der Franzose Jean-Pierre Mustier gibt den Chefposten bei UniCredit auf
Der Franzose Jean-Pierre Mustier gibt den Chefposten bei UniCredit aufREUTERS
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Der Co-CEO für den CEE-Raum, Niccolo Ubertalli, gilt als Favorit für den Chefposten bei der Bank-Austria-Mutter.

Die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit ist auf Chefsuche. Niccolo Ubertalli, Co-CEO für den CEE-Raum, ist laut "Financial Times" ein Favorit im Rennen um die Nachfolge des Franzosen Jean-Pierre Mustier für die Führung der Bankengruppe. Ubertalli wurde im März 2019 mit Gianfranco Bisagni zum Co-CEO für den CEE-Raum ernannt, nachdem er als Vize-CEO bei der türkischen UniCredit-Tochter Yapi Kredi Bank amtiert hatte.

Der UniCredit-Aufsichtsrat prüft am Mittwoch die Kandidaturen für die Nachfolge Mustiers, der die Bank mit Ablaufen seines Mandats im April verlässt. Neben Ubertalli zählen der frühere UBS-Investmentbanker Andrea Orcel, der ehemalige Credit Suisse-Chef Tidjane Thiam und Ex-Commerzbank-CEO und UBS-Vorstand Martin Blessing als mögliche Kandidaten für Mustiers Nachfolge. Der Headhunter "Spencer&Stuart" prüft zurzeit Profile passender Kandidaten.

Das Verfahren für die Ernennung des neuen CEO sei an einem guten Punkt angelangt, versicherte der scheidende UniCredit-Verwaltungsratspräsident Cesare Bisoni im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Sole 24 Ore" (Mittwochsausgabe). Bisoni wird im April durch Ex-Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan ersetzt. "Der Pass des neuen CEO ist nicht relevant - wir suchen einen Kandidaten mit fundierten Kenntnissen des Bankensektors in allen seinen Facetten", sagte Bisoni.

Die Bank wolle sein internationales Profil bewahren. "UniCredits europäische Identität steht nicht infrage. Diese Bankengruppe ist eine große Ressource für Italien und Europa und wir müssen darauf stolz sein", sagte Bisoni.

Die Gewerkschaften wünschen sich einen italienischen Chef für UniCredit. "Wir wollen einen italienischen Manager, der nicht aggressiv ist und keine Filialen schließt, sollte es zu einer Fusion mit Monte Paschi di Siena kommene", forderte der Generalsekretär der Gewerkschaftsorganisation FABI, Lando Maria Sileoni. Indiskretionen zufolge drängt die Regierung zu einer Fusion der Bank Austria-Mutter mit der verstaatlichen toskanischen Bank Monte Paschi.

 

(APA)