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Porträt

Matteo Renzi: Der Politiker, der Italiens System „verschrotten“ wollte

Italiens früherer Premier Matteo Renzi.
Italiens früherer Premier Matteo Renzi.REUTERS
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Als Premier hat der Sozialdemokrat Matteo Renzi einen Reformreigen versprochen. Jetzt macht er als Juniorpartner in der Koalition Druck.

Er hatte sein ehrgeiziges politisches Projekt einst unter einem eindrucksvollen Kampfnamen begonnen: Der „Verschrotter“ wurde Matteo Renzi genannt, weil er Italiens politische Institutionen umkrempeln wollte. Unter anderem sollte der Senat – die zweite Kammer des italienischen Parlaments – verkleinert und stärker zu einer Vertretung der Regionen werden. Und auch sonst plante der sozialdemokratische Premier diverse Vereinfachungen und Reformen im politischen System. Doch aus der „Verschrottung“ der teils komplizierten Strukturen wurde nichts. Renzi scheiterte 2016 mit seinem Reformvorhaben – und trat als Regierungschef zurück. Da er das Gesetz über eine neue Verfassung nur mit einer einfachen Mehrheit in beiden Parlamentskammern durchbringen konnte, war ein Referendum nötig. Und die Italiener sagten zu Renzis Vorschlag „No“.