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Umwelt

Klimaziele: „Es ist kein kurzer Sprint“

Archivbild vom Schladminger Gletscher im Dachsteinmassiv.
Archivbild vom Schladminger Gletscher im Dachsteinmassiv.APA/ROLAND SCHLAGER
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Mehr als 380.000 Personen haben das Klimavolksbegehren unterschrieben, in dem eine konsequente Klimapolitik gefordert wird. Nun liegt der Ball im Parlament.

Mehr als 380.000 Unterstützerinnen haben im Vorjahr das Klimavolksbegehren unterschrieben, in dem eine konsequente Klimapolitik gefordert wird (und unter anderem auch eine Verankerung in der Verfassung), nun liegt der Ball im Parlament. Konkret: Jetzt sollen Maßnahmen auf Schiene kommen, um den von Menschen verursachten Ausstoß von Treibhausgasen, der das Erdklima immer mehr anheizt, drastisch zu reduzieren, sodass im Jahr 2040 Klimaneutralität erreicht wird.

Auch in der zweiten Sitzung des parlamentarischen Umweltausschusses am Mittwochnachmittag hatten überwiegend Experten das Wort, die nach Eingangsreferaten den Parlamentariern ausführlich Rede und Antwort standen. Dieses Szenario klingt technisch und langweilig, war es aber nicht. Denn obwohl der Ausschuss durch Videostream öffentlich abgehalten wurde, waren erfrischend ungeschminkte und direkte Aussagen zu hören.

So meinte der Verkehrsexperte Harald Frey (TU Wien): „Wir müssen weg von der Zuruf-Planung und müssen das beharrliche Verfolgen falscher Zielsetzungen in Frage stellen.“ Er stellte in seinen Ausführungen dar, dass „immer noch“ Gleisanlagen demontiert würden, während nach wie vor Planungen für hochrangige Straßen fortgeführt würden. Allein im Verkehrsbereich gehe es nicht um kosmetische Eingriffe, sondern um eine grundsätzlich anderen Zugang zur Mobilität – „und auch das Aufwerfen der Frage, wieviel Verkehr sinnvoll ist, wie viele Kilometer tatsächlich notwendig sind.“ Tempolimits sind für ihn unabdingbar nötig, die Raumordnung einer der wichtigsten Punkte, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.