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Auch Snapchat sperrt Donald Trump

US-POLITICS-TRUMP
Trump vor leeren Rängen: Video aus dem Twitterkanal des Weißen Hauses am 13. Jänner.(c) APA/AFP/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)
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Nach Twitter hat nun Snapchat den scheidenden US-Präsidenten gesperrt. Twitter-Chef Dorsey verteidigt den Trump-Bann - und Parler klagt Amazon.

Nachdem am Freitag Trumps privater Twitter-Account dauerhaft gesperrt worden war, ist nun mit Snapchat ein weiteres sozialen Netzwerk nachgezogen. Trumps dortiger Account werde eingestellt, teilte eine Sprecherin des Betreibers Snap am Mittwoch (Ortszeit) mit. Diese Entscheidung erfolge "im Interesse der öffentlichen Sicherheit und auf der Grundlage seiner Versuche, Fehlinformationen, Hassreden und Anstiftung zur Gewalt zu verbreiten". Snap hatte Trumps Account nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol zunächst vorübergehend gesperrt.

Twitter-Chef Jack Dorsey verteidigte unterdessen seine dauerhafte Verbannung von US-Präsident Donald Trump, dessen Konto mit 88 Millionen Anhängern verfangenen Freitag entfernt worden war: Er habe die Gefahr weiterer Gewalt durch Anhänger des Präsidenten gesehen: "Wir befanden uns in einer außergewöhnlichen und unhaltbaren Situation, die uns dazu zwang, alle unsere Maßnahmen auf die öffentliche Sicherheit zu konzentrieren", erklärte Dorsey. "Offline-Schäden als Folge von Online-Rede sind nachweislich real, und das ist es, was unsere Politik und Durchsetzung vor allem antreibt."

Parler: Blockierung sei Vertragsbruch

Das Verbot wurde von einigen Republikanern kritisiert. Sie sehen das Recht des Präsidenten auf freie Meinungsäußerung beschnitten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte über ihren Sprecher, dass die Gesetzgeber und nicht private Unternehmen über mögliche Einschränkungen der freien Meinungsäußerung entscheiden sollten.

Die bei Anhängern von US-Präsident Donald Trump beliebte Twitter-Alternative Parler geht gerichtlich gegen die Sperrung ihrer Plattform auf den Servern von Amazon vor. In der am Mittwoch (Ortszeit) bekanntgewordenen Klageschrift forderte das Unternehmen, dass Amazon Web Services die Blockierung zurücknehme - sie sei ein Vertragsbruch.

(apa/red.)