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Weibliche Führungskräfte

Nur jedes 13. Vorstandsmitglied in Börsen-Firmen ist eine Frau

Frauen in deutschen Unternehmen
Nicht einmal ein Viertel österreichischer Unternehmen erfüllen die deutsche Quote: Mitglieder des Vorstands von Telefonica Deutschland bei einer Bilanzpressekonferenz.(c) APA/dpa/Rolf Vennenbernd (Rolf Vennenbernd)
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In Österreich nimmt der Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten börsennotierter Firmen kaum zu.

15 von 190 Vorstandsmitgliedern waren am 1. Jänner 2021 in österreichischen Börsen-Firmen weiblich. Damit ist der Frauenanteil im letzten halben Jahr um eine Vorständin gestiegen. In den Aufsichtsräten saßen gleich viele Frauen wie im August, aber neun Männer weniger. Dadurch ist der Anteil der Frauen geringfügig auf 27,8 Prozent gestiegen, erhob die Beratungsfirma EY.

Zwar sitzt in 48 der 55 untersuchten Unternehmen mindestens eine Frau im Aufsichtsrat und es gibt seit Einführung der Frauenquote 2018 44 Aufsichtsrätinnen mehr, aber die vorgeschriebene Quote erfüllt fast ein Viertel der davon betroffenen 21 börsennotierten Unternehmen noch nicht. Vorgesehen wären 30 Prozent Frauen.

Die Quote habe aber immerhin zu einem Anstieg des Frauenanteils von davor 19 auf inzwischen 27,8 Prozent beigetragen, sagt EY-Partnerin Helen Pelzmann: "Es ist zu hoffen, dass eine anfängliche Quotenerfüllung zur Erfahrung und Erkenntnis führt, dass gemischte Teams besser arbeiten und auch die wirtschaftliche Performance des Unternehmens positiv beeinflussen". Von den derzeit 521 Aufsichtsratsmitgliedern der im Wiener Börse Index (WBI) notierten österreichischen Unternehmen sind 145 Frauen.

Deutsche Regel hieße bei uns: 16 Vorständinnen mehr

In den Vorständen hat die eine zusätzliche Frau dazu geführt, dass der Frauenanteil seit August 2020 von 7,4 auf 7,9 Prozent gestiegen ist. In Österreich gibt es keine Quotenvorgaben für den Vorstand, aber die zuletzt in Deutschland beschlossene Quote würden nur fünf der 21 darunter fallenden, im WBI notierten Unternehmen erfüllen. Die deutsche Regelung sieht vor, dass in Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit vier oder mehr Mitgliedern spätestens ab einer Neubesetzung ein Mitglied eine Frau sein muss.

Würde die deutsche Regelung in Österreich gelten, dann würden bei Neubestellungen 16 Frauen zusätzlich in Vorstände einziehen, schreibt EY in einer Aussendung. Insgesamt ist in 41 von 55 österreichischen börsennotierten Unternehmen keine Frau im Vorstand.

(apa/red.)