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Studie

iPhone 12 problematisch für Herzschrittmacher?

imago images/Sven Simon
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Mediziner haben den Einfluss der MagSafe-Technologie im iPhone 12 auf Herzschrittmacher untersucht. Im Gegensatz zu früheren Modellen soll das iPhone 12 Auswirkungen auf die Implantante haben.

Herzschrittmacher oder auch Kardioverter-Defibrillatoren (ICD), die bei einer Tachykardie implantiert werden, können durch das iPhone 12 massiv gestört werden. Anhaltspunkte dafür liefert eine kürzlich vom Heart Rhythm Journal veröffentlichte Studie. Grund dafür ist MagSafe, das aus einem Ring von 18 Magneten besteht.

Das MagSafe-Feature im iPhone 12 sorgt dafür, dass Apple-Zubehör magnetisch auf der Rückseite angebracht werden kann. Außerdem ermöglicht es induktives, also kabelloses Laden.

Der Studie zufolge soll eben jenes Feature dafür sorgen, dass Herzschrittmacher oder eben auch ICDs stören und zu Aussetzern führen. Demnach soll ein iPhone 12 den Impulsgeber stören, wenn es zu nahe am Herzen des Patienten platziert wird. Apple selbst hat nach Erscheinen der Studie sein Benutzerhandbuch um einen Hinweis erweitert. Jedoch heißt es darin, dass kein höheres Risiko im Vergleich zu älteren Modellen bestehe.

Tatsächlich wurden zu anderen Apple-Smartphones mehrere Untersuchungen durchgeführt. Darunter auch von der Berliner Charité. Untersucht wurde die Wirkung des iPhone 6 (2015) und die Apple Watch auf Implantate von 148 Patienten. Die Geräte wurden direkt auf die Brust gelegt. Insgesamt wurden dabei 1352 Tests - im Standby, bei aktiven Telefonaten und beim Verbindungsaufbau - vorgenommen. Dabei kamen die Ärzte zu dem Schluss: "Das Risiko für elektromagnetische Interferenzen des iPhone 6 und der Apple Watch mit implantierbaren elektronischen Devices ist gering“.

Gleichzeitig hies aber, dass Träger von implantierten Schrittmachern zu induktiven Ladestationen einen Mindestabstand von zehn Zentimetern einhalten sollen. Und auch sonst empfehlen die Ärzte einen Abstand von 25 Zentimetern zwischen Implantat und Induktionsherd.

(bagre)