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Sparbericht

Toyota Yaris: Hybrid aus Sparfuchs und Wiesel

Neue Generation des Toyota Yaris: Das flinke Rot passt bestens zur Spritzigkeit des Hybridantriebs.
Neue Generation des Toyota Yaris: Das flinke Rot passt bestens zur Spritzigkeit des Hybridantriebs.(c) www.skarwan.com
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Hybridantrieb in Kleinwagen ist die Ausnahme, dabei ist er gerade dort besonders sinnvoll: Nicht nur der Sparsamkeit wegen, auch Komfort und Spritzigkeit profitieren. Die ersten guten Gründe für den Toyota Yaris Hybrid.

Immerzu ist vom SUV-Boom die Rede, der zwar auch real ist, doch das in Stückzahlen größte Segment in Europa sind immer noch die Kleinwagen. Entsprechend beharken sich die großen Hersteller, eine solche Vielfalt an Modellen gibt es nirgendwo sonst. Es reicht vom billigsten Auto des ganzen Markts (Dacia Sandero) bis zu hochpreisigen Vertretern (Audi A1, Mini), dazwischen Evergreens wie VW Polo, Ford Fiesta, Opel Corsa. Angeführt werden die Charts vom Renault Clio.

Auch der Toyota Yaris als Top-fünf-Kandidat im Segment offeriert eine Bandbreite, die vom anspruchslosen Einsteiger-Benziner (ab 16.990 Euro) bis zum Hybriden in Topausstattung (in der Liste um 24.890 Euro) reicht.
Klar ist, wo Toyota die Kundschaft am liebsten sieht: Mit seinen niedrigen Emissionswerten (abhängig von der Ausstattung, aber durchwegs unter 95 Gramm) hilft jeder neu zugelassene Hybrid-Yaris beim Erreichen der CO2-Flottenziele der Marke. Das Antriebsgespann aus Benzin- und Elektromotor ist zudem (fast) ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem feinen Effekt, dass man die Schaltarbeit einem Automatikgetriebe überlassen kann: ein klarer Komfortgewinn und sonst eher die Ausnahme bei den Kleinen.

Ansprechendes Cockpit; als Komfortgewinn Automatik, das haben nicht viele Kleinwagen.
Ansprechendes Cockpit; als Komfortgewinn Automatik, das haben nicht viele Kleinwagen.(c) www.skarwan.com


Auch sonst kann das Konzept überzeugen, zumal der Elektromotor nicht nur dem sparsamen Umgang mit Kraftstoff dient. Mit immerhin 59 Kilowatt Leistung und 141 Newtonmetern Drehmoment hilft er dem 1,5-Liter-Dreizylinder wirkungsvoll auf die Sprünge. Äußerst spritzig setzt sich der Yaris in Bewegung, um sich im Stadtverkehr als flinkes Wiesel mühelos zu behaupten. Wie bei allen Elektrifizierten sieht man es gern, dass Bremsenergie zu Teilen wiedergewonnen und dem (hier kleinen) Akku zugeführt wird und dass man kurze Manöver rein elektrisch bewerkstelligen kann. Eine Anzeige im Display informiert, welche Prozentzahl der Wege man ohne Verbrennungsmotor bewältigt hat.
Viele Extras
Fahrten auf der Langstrecke sind naturgemäß weniger seine Domäne, wenn auch ohne Schrecken vorstellbar. Einzig das Abrollgeräusch dringt etwas harsch durch, dies ist aber letztlich eine Frage, woran man gewöhnt ist. Was den Verbrauch angeht, lagen wir mit 4,8 Litern im Schnitt nicht weit von der Werksangabe (4,3 Liter). Sparfüchsen könnte der halbe Liter durchaus noch gelingen, allerdings zogen wir es vor, den Yaris unbekümmert zügig zu bewegen.

Sieht auch von hinten sehr ordentlich aus: Der neue Yaris steht breiter da, wirkt erwachsener.
Sieht auch von hinten sehr ordentlich aus: Der neue Yaris steht breiter da, wirkt erwachsener.(c) www.skarwan.com


Wie man auch vom gar frugalen Einstieg in die Baureihe absehen sollte. Die besser ausgestatteten Varianten, wie unser Editions-Modell, bleiben durch die vielen Extras – von Sitzheizung über adaptiven Tempomaten bis Multimedia-Touchscreen – nichts an Komfort schuldig, man muss im Kleinwagen ja nicht den Büßer geben. Auch kommt das pfiffige Styling des neuen Yaris mit 17-Zoll-Rädern ungleich besser zum Ausdruck als mit 15 Zoll auf Stahl.
Auf knapp vier Metern Länge vollbringt der Yaris weniger Raumwunder als etwa der Honda Jazz, einziger Konkurrent ebenfalls mit Hybridantrieb. Demnächst rollt der Yaris – fast regional – aus dem Werk Kolin in Tschechien.