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Roman

David Schalkos „Bad Regina“: Ach, du kauziges Österreich!

David Schalko beschreibt mit viel Lust am Untergang die verfallende Welt eines ehemaligen Kurorts.
David Schalko beschreibt mit viel Lust am Untergang die verfallende Welt eines ehemaligen Kurorts.Ingo Pertramer
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Nachdem David Schalko zuletzt die Wiener Halbwelt besungen hat, ist jetzt wieder die Provinz dran: In „Bad Regina“ wehren sich die Bewohner eines Dorfs gegen dessen Ausverkauf.

Ein Chinese. Ausgerechnet ein Chinese ist schuld am Niedergang Bad Reginas. Nicht genug, dass sie unser geliebtes Hallstatt klonen, jetzt kaufen sie auch noch einen ganzen Ort auf! Und keiner weiß wieso. Welche Pläne hat er, dieser geheimnisvolle Chen, von dem man nicht viel weiß, außer dass er trotz seines Reichtums einen Toyota fährt? Warum lässt er Haus um Haus leer stehen und verfallen? Im Kurort Bad Regina, wo einst der Bär steppte, sagen sich nun Fuchs und Hase gute Nacht, das Grandhotel liegt verwaist, die Klinik hat geschlossen, der Stollen, in dem die Schickeria aus aller Welt die Nächte durchtanzte, wurde verrammelt. Und im Gasthaus Luziwuzi ist längst der Wirt selbst sein bester Gast.

David Schalko beschreibt mit viel Lust am Untergang diese verfallende Welt, die wehmütige Schönheit alter Größe, aber auch die Abgeschmacktheiten eines Kurorts, der seine Seele einst an den Tourismus verkauft hat und sie jetzt, da die zahlenden Massen abgezogen sind, nicht wiederfinden kann. Man denkt an Felix Mitterers „Piefke-Saga“.