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Impfung

Kurz: 20 Prozent weniger Pfizer-Impfstoffe durch Lieferverzögerung

CORONA: PK NACH DEN ERSTEN COVID-19-IMPFUNGEN IN OeSTERREICH
Bundeskanzler Kurz will auf eine rasche Zulassung bei AstraZeneca drängen.APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Verzögerung sei kurzfristig, da die Produktion erhöht wird, heißt es bei Pfizer. Die Dosen sollen im Februar nachgeliefert werden.

Beim Biontech/Pfizer-Impfstoff erwartet Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nun auch für Österreich Lieferverzögerungen. Kurz sagte am Montag in Wien, kurzfristig würde ungefähr 20 Prozent weniger Impfstoff für Österreich zur Verfügung stehen. Die Lieferung soll im Februar nachgeholt werden. Dies sei" nicht wünschenswert", aber "wir müssen unsere Strategie adaptieren".

Pfizer hatte am Freitag selbst mitgeteilt, mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen zu rechnen. Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich "vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Jänner bis Anfang Februar auswirken".

"Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es zu gewissen Lieferverzögerungen kommt", sagte Kurz. Grundsätzlich gebe es mit Pfizer eine gute Zusammenarbeit. Der Kanzler äußerte sich nach einer Videokonferenz mit den Regierungschefs der sogenannten "First Mover-Länder" Australien, Dänemark, Griechenland, Israel, Norwegen und Tschechische Republik zum Austausch über die Pandemie-Bekämpfung und die Impfstrategien der unterschiedlichen Länder.

Rasche Astra-Zeneca-Zulassung das Ziel

Kurz will gemeinsam mit Dänemark und Griechenland in der EU darauf drängen, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff von AstraZeneca rasch und unbürokratisch zulässt. "Für uns zählt jede Woche", betonte Kurz. AstraZeneca könne alleine für Österreich im ersten Quartal bis zu zwei Millionen Dosen liefern. Außerdem verlangte Kurz möglichst einheitliche Reisebestimmungen in der EU, insbesondere was die Einreise aus Drittstaaten betrifft. Landeverbote würden nur bedingt Sinn machen, wenn man über andere Länder ausweichen könne. Die zuletzt festgestellte brasilianische Virus-Mutation "bereitet uns natürlich große Sorge", so Kurz.

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen sich am Donnerstagabend in einer Videokonferenz weiter zum Kampf gegen die Corona-Pandemie und zur Impfung koordinieren.

Mit seinen Amtskollegen aus diesen Ländern berät sich Kurz in Abständen hinsichtlich der Coronakrise. Die Länder hatten die erste Welle der Pandemie durch früh gesetzte strikte Maßnahmen ähnlich gut gemeistert wie Österreich. Inzwischen hat sich das Bild jedoch geändert, sodass die meisten "Smarten Mover" heute ebenfalls mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen haben. Nach aktuellen Zahlen der EU-Agentur ECDC steht die europäische Corona- Ampel nur in Griechenland, weiten Teilen Norwegens, Finnland und Island derzeit nicht auf rot, sondern auf orange.

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