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Diese Serien kommen 2021

Von den „Kindern vom Bahnhof Zoo“ bis zur „Herr der Ringe"-Serie: Heuer soll es einiges zu sehen geben.

In den Zeiten des Daheimbleibens wurden die Streaminganbieter zu den großen Gewinnern. Auch 2021 wird es viele spannende Serien bei Netflix, Amazon, ORF, Sky und Co geben. Allerdings: Im Gegensatz zu den Filmstudios, die oft Jahre im Voraus planen, geben sich die Seriensproduzenten bei den Startterminen noch bedeckt. Von vielen Serien gibt es noch keine konkreten Sendetermine.

Ein Überblick darauf, was uns heuer alles erwartet:

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Ab 19 Februar, Amazon

Die Lebensbeichte der jungen Heroinabhängigen Christiane F. war in den 80ern ein Kinohit. Was Christiane F. über das Nachtleben der Mauerstadt, über Heroin und Drogenstrich zu erzählen hatte, erschütterte viele. Ab 19. Februar zeigt Amazon „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ nun als Serie. Federführende Autorin ist Annette Hess, die bei „Weissensee“ und „Ku'damm 56“ schon viel Erfolg mit klug erzählten, historischen Stoffen vor Berliner Kulisse hatte. Die Hauptrolle der Christiane spielt die 21-jährige, österreichisch-australische Schauspielerin Jana McKinnon, Regie führt Philipp Kadelbach („Das Parfum“).

 

„Tribes of Europa“: Ab 19 Februar, Netflix

Die Produzenten des deutschen Netflix-Erfolgs „Dark“, Quirin Berg und Max Wiedemann, haben ein neues Untergangsszenario entwickelt. Die Science-Fiction-Serie „Tribes of Europa“ spielt im Jahr 2074 und 45 Jahre nach einer mysteriösen Katastrophe. Der Kontinent ist in Mikrostaaten zerfallen, in denen unterschiedliche Stämme um die Vorherrschaft kämpfen. Unter anderem spielen Henriette Confurius („Narziss und Goldmund“), Oliver Masucci („Dark“) und Emilio Sakraya („Tatort: Das verschwundene Kind“) mit.

„Clarice“: Start im deutschen Sprachraum offen

Mit „Clarice“ wird 2021 das fünffach oscarprämierte Thriller-Meisterwerk „Das Schweigen der Lämmer“ fortgesetzt. Die Serie spielt sechs Monate nach den Ereignissen von „Schweigen der Lämmer“ und wird tiefer in die traumatische Kindheit von FBI-Agentin Clarice Starling eintauchen. Rebecca Breeds („Pretty Little Liars“) verkörpert die Rolle, die einst Jodie Foster spielte. Wann die Serie im deutschen Sprachraum zu sehen sein wird, ist allerdings ungewiss. In den USA startet sie am 11. Februar bei CBS.

„The Falcon and the Winter Soldier“: Ab 19 März, Disney+

Nach dem gelungenen Start mit „WandaVision“ geht die Marvel-Serienoffensive weiter: Anthony Mackie spielt erneut Sam Wilson alias Falcon, Sebastian Stan Bucky Barnes alias Winter Soldier. Sie müssen das Erbe von Captain America antreten. Auch Daniel Brühl übernimmt in der sechs Folgen langen Miniserie eine Rolle. Der erste Trailer verspricht Action und eine Bromance.

„Stargirl“: Ab 11. April, Sky

Eine weitere Superhelden-Serie, diesmal von den Machern von „Arrow“ und „Flash“. Die Teenagerin Courtney Whitmore (Brec Bassinger) findet unter den Sachen ihres Stiefvaters einen magischen Stab, der einst Starman gehört hat – und mit dem sie nun fliegen und kämpfen kann. Harmlose Action.

 

„Intergalactic“: Voraussichtlich April, Sky

Die von Showrunnerin Julie Gearey („Secret Diary of a Call Girl“) geschriebene Science-Fiction-Serie erzählt die Geschichte der Polizistin und Pilotin Ash Harper (Savannah Steyn), die in eine entfernte Gefängniskolonie verbannt wurde. Auf dem Weg dorthin zetteln die Mitverurteilten eine Meuterei an. Anführerin Tula Quik (Sharon Duncan-Brewster) will mit ihrer Bande die freie Welt Arkadia erreichen. Dafür braucht sie aber Hilfe von Ash Harper.

Ralph Ineson Mark Bagnall Stellan Skarsgard Jared Harris Chernobyl 2019 Episode 4 Photo Cred
"Chernobyl" startet im April im ORF(c) imago images / Cinema Publishers (via www.imago-images.de)

„Chernobyl“: Voraussichtlich im April, ORF

Neu ist diese großartige Serie eigentlich nicht, aber erstmals im Free-TV. Sehr detailliert und in starken Bildern erzählt sie von der Nuklearkatastrophe 1986. „Chernobyl“ ist keine Heldengeschichte, auch wenn es (Todes-)Mut, Mitgefühl und Menschlichkeit gibt. Viele der Menschen wussten wohl nicht, worauf sie sich einließen, als sie für die Arbeiten herangezogen wurden, die verhindern sollten, dass sich die Katastrophe noch weiter ausbreitet. In Russland war man über den HBO-Fünfteiler von 2019 erzürnt  - der Tourismus in die Sperrgebiete wurde dadurch indes angekurbelt.

„Loki“: Voraussichtlich im Mai auf Disney+

Der schelmische Adoptivbruder von Thor war immer der lustigere der beiden – und ein Liebling der Fans, weshalb der konsequenterweise eine eigene Serie von Disney+ bekommt. Tom Hiddleston schlüpft erneut in die Rolle, die ihn berühmt gemacht hat. Diesmal kommt Loki in ein Gefängnis, aber dieses dürfte nicht so sein, wie man sich ein Gefängnis vorstellt. Zu seinen Aufpassern gehört Owen Wilson als Mobius M. Mobius.

 

„LOL: Last One Laughing“: Im Frühjahr auf Amazon

In Japan, Mexiko und Australien ist diese Showidee bereits ein Hit, im Frühjahr will Amazon damit im deutschsprachigen Markt an den Start gehen. Zehn bekannte Comedians (Anke Engelke, Barbara Schöneberger, Carolin Kebekus, Max Giermann, Kurt Krömer, Wigald Boning, Torsten Sträter, Rick Kavanian, Mirco Nontschew und Teddy Teclebrhan) haben eine Aufgabe: Jeder soll die Kollegen zum Lachen bringen, darf aber selbst keine Miene verziehen. Wer zuletzt lacht, gewinnt Geld. Gastgeber bei dem Comedy-Spektakel ist Michael „Bully“ Herbig.

 

„The Nevers“: Möglicherweise Sommer, Sky

„Buffy“-Macher und „Avengers“ 1- und 2-Regisseur Joss Whedon hat für HBO ein Science-Fiction-Drama entwickelt. Die Serie handelt von einer Gruppe Frauen im Viktorianischen Zeitalter, die plötzlich übernatürliche Kräfte haben und damit die Welt verändern könnten. Dürfte spannend werden.

 

„Terra Vision“: Zweites Halbjahr 2021, Netflix

In "Terra Vision" greift Netflix eine Geschichte über den Beginn des Internets auf. Mit Mark Waschke, Misel Maticevic und Lavinia Wilson in den Hauptrollen zeichnet der Vierteiler den Kampf junger Computerentwickler gegen den Giganten Google um die Erfindung des "Google Earth"-Algorithmus nach. Von der Hacker-Szene im Nachwende-Berlin der 90er Jahre über die idealistische Welt des frühen Silicon Valley bis hin zur harten Realität eines Multi-Millionen-Dollar-Prozesses will „Terra Vision“ von Freundschaft, Loyalität und der Frage nach Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter erzählen.

 

„Ich und die Anderen“: Voraussichtlich zweites Halbjahr, Sky

David Schalkos sechsteilige Serie handelt von einem Mann (Tom Schilling), der mit sich und der Welt hadert und in jeder Folge die Karten neu mischen darf. Aber: Was passiert, wenn sich die anderen plötzlich so verhalten, wie wir uns das wünschen? In weiteren Hauptrollen sind Mavie Hörbiger, Katharina Schüttler, Sophie Rois, Martin Wuttke, Michael Maertens und der neue "Jedermann" Lars Eidinger zu sehen.

 

„Die Macht der Kränkung“: Voraussichtlich im Herbst, ORF

In der ZDF-Neo-Koproduktion geht es um ein Amokszenario in einem Einkaufszentrum. In jeder Folge stehen das Schicksal und die Kränkungen einer Figur im Fokus, die mehr und mehr in einen Ausnahmezustand gerät und so zum Täter werden könnte. Vor der Kamera stehen unter anderen Murathan Muslu, Julia Koschitz, Johanna Wokalek und Antje Traue. Die Drehbücher stammen von Agnes Pluch, basierend auf der Grundidee des Sachbuches "Die Macht der Kränkung" des österreichischen Psychiaters Reinhard Haller. Regie führt Umut Dağ („Risse im Beton“).

„Hawkeye“: Voraussichtlich im Herbst, Disney+

Auch diese Marvel-Figur kennt man von den „Avengers“-Filmen: Clint Barton (Jeremy Renner), der Mann, dessen Pfeile immer treffen. Die Serie soll in Bartons Vergangenheit führen. Und eine neue Figur wird eingeführt: die Attentäterin Kate Bishop, gespielt von Hailee Steinfeld.

 

„The Book of Boba Fett“: Voraussichtlich im Dezember 2021, Disney+

Auch die „Star Wars“-Saga geht weiter. „The Book of Boba Fett“ ist ein Spin-off von „The Mandalorian“ und soll an die Serie auch zeitlich anschließen. Temuera Morrison und Ming-Na Wen werden darin als Boba Fett bzw. Fennec Shand zu sehen sein. Eigentlich war die Geschichte als Film geplant gewesen, doch nach dem Flop von „Solo: A Star Wars Story“ (2018) hat Disney eine Serie daraus gemacht.

(c) Amazon

„Herr der Ringe“: Ende 2021 auf Amazon

Auf das Megaprojekt des Jahres muss man noch warten: Amazons „Herr der Ringe“-Serie, die 300 Jahre vor der Romanreihe spielt, soll Ende 2021 kommen. Amazon hat bereits eine zweite Staffel bestellt. Mit einer Milliarde Produktionsbudget für acht Folgen ist sie die teuerste bisher produzierte Serie.

 

Ohne Starttermin:

 

„Das Rad der Zeit“: Starttermin offen, Amazon

Für „Game of Thrones“-Fans lohnt sich möglicherweise ein Blick in die Amazon-Produktion „Das Rad der Zeit“ (The Wheel of Time), das auf dem gleichnamigen Fantasy-Romanzyklus von Robert Jordan basiert. Rosamund Pike („Gone Girl“) spielt darin die Anführerin eines Hexen-Zirkels. Sie nimmt fünf Überlebende eines Angriffs auf ein Dorf auf – einer von ihnen könnte der (oder die?) Auserwählte sein. Der Starttermin ist allerdings noch offen.

Apropos „Game of Thrones“: Die Spin-off-Serie „House of the Dragon“ kommt erst 2022. Die Wartezeit lässt sich vielleicht mit der Netflix-Fantasyserie „The Witcher“ mit Henry Cavill verkürzen, deren zweite Staffel noch heuer zu sehen sein soll.

„Foundation“: Apple TV +, Starttermin offen

Das Science-Fiction-Epos „Foundation" des russischen Schriftstellers Isaac Asimov hat Kultstatus: Die Trilogie handelt vom Aufstieg und Niedergang eines galaktischen Imperiums. Zu den Hauptfiguren gehören der Bösewicht Mule und der Mathematiker Hari Seldon, Erfinder der fiktiven Wissenschaft „Psychohistorik", mit der die Zukunft vorhergesagt werden kann. Die Produzenten Bob Shaye and Michael Lynne versuchen, die Vielzahl von Asimovs Charakteren auf die Leinwand zu bannen. Die Hauptrollen spielen Leah Harvey, Lee Pace, Lou Llobell und Jared Harris.

 

„Familiensache“: Starttermin offen, ORF

Der ORF dreht eine Familien-Comedyserie. Die zehn 45-minütigen Folgen basieren auf der israelischen Serie „La Famiglia“. Vor der Kamera stehen unter anderem Andreas Vitásek als schräger Paartherapeut, Katrin Lux und Robert Stadlober als Ehepaar, Margarethe Tiesel als Oma und Clemens Berndorff als Freund der Familie.

 

„Munich“: Netflix, Starttermin offen

Die Vorlage für den Historienfilm schrieb Robert Harris (Cicero-Trilogie etc.). In „Munich“ geht es um die Konferenz zum Münchner Abkommen im Herbst 1938, als die Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini mit den Staatschefs Neville Chamberlain und Edouard Daladier aus Großbritannien und Frankreich zusammentreffen und Zugeständnissen an Hitler machten. Die Hauptrolle, einen britischen Diplomaten, spielt George MacKay („1917“). Jeremy Irons wird Premier Chamberlain verkörpern, Martin Wuttke Hitler. Auch Liv Lisa Fries („Babylon Berlin“) und Sandra Hüller („Toni Erdmann“) werden zu sehen sein.

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Colin Kaepernick (Mitte), Eli Harold (links) und Eric Reid (rechts) knieten 2016 bei der US-Hymne nieder. Die Geste wurde in der NFL inzwischen verboten.(c) imago/ZUMA Press (Nhat V. Meyer)

„Colin in Black and White“: Netflix, Starttermin offen

Die sechsteilige Serie zeigt Heranwachsen des Footballstars Colin Kaepernick, der mit seiner Kniefall-Geste bei der US-Hymne zu einer Ikone der Black-Lives-Matter-Bewegung wurde. Die Serie soll zeigen, wie Kaepernick als afroamerikanisches Adoptivkind zweier Weißer aufwuchs und welche Erfahrungen er als Teenager machte. Mary-Louise Parker und Nick Offerman spielen die Eltern, Jaden Michael den späteren Footballstar. Und Regie führt Ava DuVernay („When They See Us“).

 

„Mare of Easttown“: Starttermin offen, Sky

Kate Winslet spielt in dieser Miniserie eine Polizistin, die in einem Mordfall in einer Kleinstadt ermittelt. Ihr Kollege wird von Evan Peters verkörpert, dem Quicksilver aus den „X-Men“-Filmen.

 

„Impeachment: American Crime Story“: Starttermin offen, voraussichtlich auf Netflix

Die „American Crime Story“ widmet sich nach dem Fall O.J. Simpson und dem Mord an Gianni Versace in seiner dritten Staffel dem Amtsenthebungsverfahren gegen den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Clive Owen wird Clinton und die noch recht unbekannte Schauspielerin Beanie Feldstein die ehemalige Praktikantin und möglicherweise Geliebte Monica Lewinsky spielen. Die echte Monica Lewinsky gehört übrigens auch zu den Produzenten.

 

„Rust“: Starttermin offen, Sky

Die von HBO produzierte Familienserie führt in den „Rust Belt“ der USA, der sich im Niedergang befindlichen Industrieregion, wo der American Dream längst zerplatzt ist. Jeff Daniels spielt einen komplizierten Polizisten, dem vorgeworfen wird, korrupt zu sein.


„Friends“-Special: Starttermin offen, voraussichtlich zu kaufen

Das Wiedersehen mit der legendären Sitcom „Friends“ war ursprünglich für Mai 2020 angekündigt worden. Wegen Corona wurde das Special dann verschoben. Nun soll das Fernsehtreffen im März 2021 stattfinden. Die sechs Hauptdarsteller Lisa Kudrow, Matthew Perry, Jennifer Aniston, Courteney Cox, Matt LeBlanc und David Schwimmer sollen ohne festes Drehbuch spielen.

 

„Gossip Girl“: Starttermin offen, voraussichtlich zu kaufen

Ein Remake, auf das die Welt (nicht) gewartet hat: HBO Max produziert eine neue „Gossip Girl“-Serie. Es wird wieder um die Reichen und Schönen auf New Yorks Upper East Side und ihre Probleme gehen. Soziale Medien sollen diesmal eine noch stärkere Rolle spielen, der Cast soll diverser sein. Von den Darstellern kennt man niemanden, aber im englischen Original spricht erneut Kristen Bell die Geheimnisse ausplaudernde Erzählerin.

 

„Halo“: Starttermin und Sender offen

Auf dem erfolgreichen Shooter-Videospiel „Halo“ basiert diese zehnteilige Serie, die vom US-Sender Showtime („Homeland“) produziert wird. Sie spielt im 26. Jahrhundert und handelt von einem Krieg zwischen den Vereinten Nationen und Aliens. „Orange is the New Black"-Star Pablo Schreiber wird in der Hauptrolle als Master Chief zu sehen sein. Steven Spielberg fungiert als ausführender Produzent.

(her/APA)