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Prozess

Ein Ex-Spion in den Mühlen der Behörden

Das BVT lud Ö. viermal zu Zeugeneinvernahmen.
Das BVT lud Ö. viermal zu Zeugeneinvernahmen.Die Presse/Clemens Fabry
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Ein Teppichhändler, der angibt für den türkischen Geheimdienst MIT gearbeitet zu haben, ist eilig nach Italien abgeschoben worden. Er könnte aber wieder einreisen – um sich seinem Spionageprozess zu stellen. Der Mann will den Auftrag bekommen haben, die Wiener Grünen-Gemeinderätin Berivan Aslan zu töten.

Wenn ein Spion in Österreich zwischen die Mühlsteine der Behörden gerät, kann das zu kuriosen Resultaten führen: Der türkischstämmige Teppich- und Stoffhändler Ö. marschierte am 15. September des Vorjahres zur Wiener Polizei. Der 53-jährige erzählte, dass er vom türkischen Geheimdienst MIT den Auftrag bekommen habe, die kurdischstämmige Wiener Landtagsabgeordnete Berivan Aslan (Grüne) zu töten oder zu verletzen. Die daraufhin einsetzenden Aktivitäten mehrerer Behörden gipfelten einerseits in einer Anklage gegen den Mann. Andererseits in einer Abschiebung.