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Stanford

Lockdown-Studie: War alles umsonst?

Das Paper eines Professors lässt manche an der Sinnhaftigkeit von Lockdowns zweifeln. Wissenschaftler halten die Schlüsse aber für höchst zweifelhaft.

Was haben die Lockdowns gebracht? Waren sie nötig oder würden Infektionszahlen auch mit weniger Restriktionen zurückgehen? Seit Tagen bringt die sogenannte Stanford-Studie Dynamik in die Debatte: Sie kommt zum Schluss, es sei nicht erwiesen, dass Maßnahmen wie Ausgangssperren oder Betriebsschließungen maßgeblich zum Rückgang der Virusausbreitung beigetragen hätten.

Dazu wurden Daten aus dem Frühjahr 2020 aus zehn Ländern, etwa Deutschland, Frankreich, Schweden, Südkorea oder den USA, verglichen. Die Studie stammt unter anderem von John Ioannidis, der Statistiker und Epidemiologe ist Professor an der US-Universität Stanford. Kritiker der Covid-Maßnahmen sehen sich dadurch bestätigt, zuletzt zitierte Herbert Kickl (FPÖ) die Studie als Beleg, dass „ein Lockdown sinnlos“ sei.

Hätte man sich die Lockdowns mit ihren schweren Kollateralschäden also sparen können? Nein, lautet der wissenschaftliche Konsens nach bald einem Jahr Pandemie, daran ändere dieses Paper nichts.