Fast 192 Milliarden Euro liegen in österreichischen Investmentfonds. Im Krisenjahr 2020 floss zusätzliches Geld in Fonds. Im Trend lagen Immobilienfonds.
Wien. Ausgerechnet im Coronakrisenjahr 2020 ist das Vermögen, das in heimischen Investmentfonds liegt, von 184,8 Milliarden auf einen Rekord von 191,9 Mrd. Euro geklettert. Dabei flossen den Fonds sechs Milliarden Euro zu, rund die Hälfte kam von Privatanlegern. Letzteres lasse auf ein hohes Vertrauen von Retail-Kunden schließen, meint Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG).
Das Vertrauen kommt seiner Meinung nach daher, dass die Coronakrise, anders als die Finanzkrise 2009, keine aus der Wirtschaft selbst kommende Krise ist, sondern die Konjunktur durch staatlich verordnete Gesundheitsmaßnahmen in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Auch die von Notenbanken und Regierungen gesetzten Maßnahmen hätten das Vertrauen gestärkt, dass sich die Wirtschaft nach der Pandemie mittelfristig wieder erholen wird.
In allen Monaten wurde mehr Geld neu veranlagt als abgezogen, nur im Krisenmonat März war es umgekehrt. Dabei veranlagen die Österreicher überwiegend konservativ: Fast die Hälfte liegt in Mischfonds, ein Drittel in reinen Anleihefonds und nur 17 Prozent in reinen Aktienfonds. Im Vorjahr konnten die Fonds ihre Performance leicht steigern. In allen Segmenten ging es nach oben: Aktienfonds verzeichneten ein Performanceplus von 4,6 Prozent, Mischfonds ein Plus von 2,18 Prozent und Rentenfonds ein Plus von 1,05 Prozent.