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Kritik

"Impfstoffchaos": Türkis-Grün für SPÖ Burgenland rücktrittsreif

Der burgenländische SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich
Der burgenländische SPÖ-Klubobmann Robert HergovichAPA/ROBERT JAEGER
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Burgenlands roter Klubchef Robert Hergovich plant einen Dringlichkeitsantrag: "Die Liefersituation ist sehr traurig und von der Bundesregierung unprofessionell umgesetzt."

Die SPÖ Burgenland hat die türkis-grüne Bundesregierung am Montag für das "Impfstoffchaos" kritisiert und hält diese für rücktrittsreif. Für die Landtagssitzung am Donnerstag kündigte Klubchef Robert Hergovich bei einer Pressekonferenz einen Dringlichkeitsantrag an, in dem die notwendige Anzahl an Impfdosen gefordert wird.

Im Gegensatz zum Bund sei das Burgenland auf die Corona-Impfung gut vorbereitet. Die sieben Test- und Impfstraßen waren am vergangenen Wochenende bereits im Testbetrieb. Bis 100.000 Burgenländer könnten pro Monat geimpft werden, das bedeutet, innerhalb von drei Monaten wäre das Burgenland durchgeimpft - gäbe es genug Impfstoff, so Hergovich: "Die Liefersituation ist aber sehr traurig und von der Bundesregierung unprofessionell umgesetzt."

"Impfstoffchaos der Bundesregierung ist bemerkenswert"

Bisher wurden im Land 5210 Personen vorwiegend in Altenwohn- und Pflegeheimen geimpft. Das Vormerksystem, das am Freitag vorgestellt wurde, verzeichnet mittlerweile 50.000 Anmeldungen. Der Klubchef zeigte sich aber verärgert: "Das Impfstoffchaos der Bundesregierung ist bemerkenswert. Die Bestellung wurde völlig versemmelt." In der Landtagssitzung am Donnerstag werde daher ein Dringlichkeitsantrag beschlossen, in dem ÖVP und Grüne aufgefordert werden, für ausreichend Impfstoff zu sorgen.

Die Bundesregierung müsste angesichts des Chaos eigentlich "geschlossen zurücktreten", verwies Landesgeschäftsführer Roland Fürst auf das aus seiner Sicht gescheiterte Krisenmanagement in der Pandemie. Er forderte unter anderem die Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent.

(APA)