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Die Mantelfabrik des Heiligen Martin

Peter Kufner
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Über die aktuell gereizt geführte Auseinandersetzung in der Kirche zur katholischen Soziallehre.

Es war zwar nicht viel mehr als ein Sturm im (kirchlichen) Wasserglas, ist aber doch sehr aufschlussreich und gibt Auskunft über die Denk- und Diskussionsverhältnisse heute in der katholischen Kirche in Österreich: In der Politischen Akademie der ÖVP fand Ende Dezember eine Gesprächsrunde über einen von der Akademie herausgegebenen Sammelband „Christlich-Soziale Signaturen“ statt.

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Für den Band hat der in Wien tätige Schweizer Moralphilosoph Martin Rhonheimer einen Beitrag geschrieben, der zum Hauptgegenstand der Debatte wurde, obwohl der Autor selbst bei der Runde nicht dabei war. Der Titel seines Artikels in dem Sammelband lautet: „Politik für den Menschen braucht weder ,christlich' noch ,sozial' zu sein“. Das klingt nun tatsächlich provozierend, und zwar sowohl für katholische Ohren als auch für die ÖVP, die für sich in Anspruch nimmt, eine christlich-soziale Partei zu sein. Dazu muss man wissen:Rhonheimerist katholischer Priester und war Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom, er hat in Wien dasAustrian Institute of Economics and Social Philosophy gegründet, dessen Präsident er ist.