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Leitartikel

Von Rotterdam bis Reutte: Wenn die Stimmung „kippt“

Bundeskanzler Sebastian Kurz
Bundeskanzler Sebastian Kurz: Wichtige Basis im "Westen".REUTERS
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Aus dem Dilemma führt eigentlich nur die Impfung heraus: Und die ist eigentlich ein Drama für sich – auch für die Europäische Union.

Günther Platter, der Landeshauptmann mit dem international besetzten Après-Ski vor der Haustür, meinte nun, dass die Stimmung in der Bevölkerung „kippt“ und Öffnungsschritte daher dringend geboten seien. Das war bisher gewissermaßen schon auch der Subtext in den Gesprächen der Landeshauptleute mit dem Kanzler in Sachen Skilifte: Wenn diese nicht geöffnet blieben, bräuchte sich Sebastian Kurz im Westen gar nicht mehr blicken zu lassen. Ob das auch so ausgesprochen wurde, weiß man nicht, es schwang jedoch unmissverständlich mit.

Und der „Westen“ ist für Sebastian Kurz eben schon auch eine Basis seines Projekts. Dort hat er seine Fans, dort versteht man seine Art der Politik, für die Leute am flachen Land, das naturgemäß in den Alpenregionen auch steiler ist, macht er sie auch. Wobei der „Westen“ mentalitätsmäßig und politisch bis Niederösterreich reicht. Der Erfolg der ÖVP des Sebastian Kurz hat sein Fundament in den ländlichen Regionen. Dort, wo die Corona-Maßnahmen zuletzt offenbar nicht allzu strikt eingehalten wurden.