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Billigflieger Ryanair will bis zu 300 Flugzeuge kaufen

Billigflieger Ryanair will Flugzeuge
(c) EPA/XAVIER BERTRAL
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Ryanair-Chef O'Leary will im großen Stile bei Boeing oder Airbus einkaufen. Derzeit sei es keine Fluglinie wert gekauft zu werden. Um zu sparen, denkt die Fluglinie daran, künftig komplett auf Kopiloten zu verzichten.

Europas größter Billigflieger Ryanair wird nach den Worten von Firmenchef Michael O'Leary möglicherweise bis zu 300 Flugzeuge kaufen. Es gebe die Option, nicht nur den geplatzten Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen doch noch zu tätigen, sondern sogar bis zu 300 Maschinen entweder von Boeing oder dem europäischen Konkurrenten Airbus zu erstehen, sagte O'Leary der "Financial Times" vom Mittwoch. Im Dezember 2009 hatte Ryanair den Kauf der 200 Boeing-Maschinen vom Typ 737-800 im Wert von rund 15 Milliarden Dollar (11,77 Mrd. Euro) wegen eines Streits über die Lieferbedingungen abgeblasen.

Anders als British Airways-Chef Willie Walsh strebt der Ryanair-Chef offenbar keine Übernahmen an. O'Leary sagte, derzeit sehe er keine Fluggesellschaft am Markt, die es wert sei, gekauft zu werden. Ryanair hat vergeblich versucht, den irischen Rivalen Aer Lingus zu übernehmen.

British Airways sieht ein Dutzend Übernahmeziele

Erst vor wenigen Tagen hatte der British Airways-Chef die Übernahmefantasien in der Luftfahrtbranche angeheizt. Obwohl die Fusion mit Iberia noch nicht unter Dach und Fach ist, machte er ein Dutzend Übernahmeziele aus. Experten hatten auch Air Berlin für eine Übernahme durch British Airways ins Spiel gebracht.

O'Leary sagte, er habe bei den Luftaufsichtsbehörden beantragt, nur noch mit einem Piloten pro Flugzeug fliegen zu dürfen. Mit dem Verzicht auf den Kopiloten könnten riesige Summen eingespart werden. Rechtlich ist das derzeit aber nicht möglich.

 

(Ag.)