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Visuelle Kultur

Nationale Identitäten, die durch den Magen gehen

Die Vermarktung von Nahrungsmitteln im ehemaligen Jugoslawien zeigt, wie mit Essgewohnheiten Stimmung für oder gegen einen multikulturellen Gemeinschaftsstaat gemacht wurde.
Die Vermarktung von Nahrungsmitteln im ehemaligen Jugoslawien zeigt, wie mit Essgewohnheiten Stimmung für oder gegen einen multikulturellen Gemeinschaftsstaat gemacht wurde.IMAGO / Jochen Tack
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Verbindendes Mineralwasser und kriegerische Schokolade – die unterschiedliche Vermarktung von Nahrungsmitteln im ehemaligen Jugoslawien zeigt, wie mit Essgewohnheiten Stimmung für oder gegen einen multikulturellen Gemeinschaftsstaat gemacht wurde.

Dalmatischer Schinken mit Oliven, Schmorbraten und Pasta – das servierte der kroatische Präsident Franjo Tudjman im Frühjahr 1991 den Führern der Teilrepubliken Jugoslawiens bei einem Treffen wenige Tage vor Kriegsausbruch in Split. Das mit kroatischen Nationalgerichten gedeckte Bankett war das Gegenteil etwa serbischer Geschmäcker – und hatte entsprechenden Symbolcharakter.