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Wien 1954: Erich Boltenstern wird auf der Ringturm-Baustelle interviewt.
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Wohnen

Häuser machen Menschen

Spätestens in Zeiten wie diesen sollte sich die Gesellschaft verstärkt auf die wahren Werte des Wohnens besinnen: auf soziale Verantwortung statt gestapelter Kubikmeter. Mein Leben in einem Haus von Erich Boltenstern: von den Qualitäten der Wiener Nachmoderne.

Ich wohne in einem Haus von Erich Boltenstern. Es steht mitten in Grinzing, umgeben von Gärten und Bäumen. Jeden Morgen begrüßen mich vor dem Ostfenster der Küche zwei Eichhörnchen. Sie jagen spielerisch den Stamm der Linde hinauf und hinunter. Die Anlage hat in Grinzing einen Ruf. Hier nennt man sie einfach die Siedlung – und das mit einem Beiklang. Von den standesgemäßen Wohnsitzen der Wiener Nobelgegend, den Jahrhundertwendevillen und zumeist charakterlosen Neubauten, hebt sie sich ab. Besonders repräsentativ ist sie nicht.