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Leitartikel

Warum der befürchtete Tsunami bei den Firmenpleiten ausbleibt

CORONA: TREFFEN BUNDESREGIERUNG MIT LANDESHAUPTLEUTEN ZU LOCKDOWN: KOGLER / KURZ / ANSCHOBER
Die Regierung diskutierte lange über die ÖffnungsschritteAPA/HELMUT FOHRINGER
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Mit dem Ende des Moratoriums für Schuldner spitzt sich die Lage vieler Unternehmen dramatisch zu. Manche gehen pleite, viele werden geschluckt.

Wie hat es Börsenaltmeister André Kostolany einmal treffend formuliert: „Bei Kanonendonner kaufen, bei Harfenklängen verkaufen!“ Sein Ratschlag gilt nicht nur an der Börse. Und die Einschläge für die heimischen Unternehmen kommen seit Anfang dieser Woche wieder näher. Die gesetzlichen Kreditstundungen sind abgelaufen. Spätestens jetzt beginnen für viele Unternehmer unangenehme Gespräche mit den Banken über Liquidität und Fortführungskonzepte. Wer nicht stichhaltig erörtern kann, dass sein Geschäftsmodell funktioniert, wird dieses Jahr wirtschaftlich nicht überleben.

Die Banken bemühen sich zwar zu betonen, dass sie äußerst weitsichtig agieren werden. Aber sie müssen sich natürlich an Regularien halten. Insolvenzexperten rechnen deshalb heuer mit einem durchaus schmerzlichen Anstieg der Firmenpleiten. Ricardo-José Vybiral, Chef des Kreditschutzverbands von 1870, sagt allerdings: „Einen Insolvenz-Tsunami wird es nicht geben.“ Aber alles, was noch gerade kein Tsunami ist, ist nicht unbedingt eine gute Nachricht. Denn Unternehmen können auch verschwinden, ohne in die Pleite geschlittert zu sein.