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DS 3 Crossback E-Tense

Auto-Couture: DS 3 - Inès de la Fressange

Paris. Heimatstadt des DS3, erweitert um die Handschrift von Inès de la Fressange (nicht im Bild).Beigestellt
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Eine Pariser Stilikone versucht sich nach Mode und Parfums an
Auto-Couture – naheliegend für Frankreichs eh schon recht schickes DS-Label.

Armani, Hermès, Gucci, Lacoste, Versace, Zegna – die Liste der Modehäuser, die mit ihren klingenden Namen schon Automodelle veredelten, ist sicher nicht komplett. Doch im Grunde fragt man sich, warum die Gilde der gehobenen Schneidersleut’ nicht viel öfters Hand anlegt, um etwas Extravaganz und Klasse ins (mehr oder minder) Einerlei unserer Autos zu zaubern.

Vermutlich aus zwei Gründen: Interieurdesign ist bei Gerätschaften, die sich Jahrzehnte im meist wenig glamourösen Einsatz auf der Straße halten müssen, eine sehr komplexe Angelegenheit. Das erfordert Know-how in Sachen Produktionstechnik und Materialbeschaffenheit, über das nur Spezialisten verfügen.

Und zweitens haben die Hersteller dafür eben schon eigene Mannschaften in Lohn und Brot, die zuweilen den Anspruch erheben, selbst Modeschöpfer zu sein, oder eine Art davon. Würde man Mercedes-Designchef Gorden Wagener jemanden zur Seite stellen, der ihm mit schnellen Pinselstrichen in seine Kreation fahren würde, ein Schnippelchen dort, ein Farbklecks da, das würde nicht gut ausgehen.

In den meisten Fällen handelt es sich daher um eine geläufige Marketingübung, bei der etwas Glanz eines Toplabels auf den Lack der Karosserie abstrahlen soll. Womit haben wir es beim aktuellen Beitrag von DS Automobile zu tun? Die an sich schon ganz auf Modewelt und französisches Design gepolte Marke stellt ein Sondermodell des DS 3 Crossback E-Tense vor, und wer das für einen langen Namen hält, soll sich einmal diesen merken: Inès Marie Laetitia Eglantine Isabelle de Seignard de la Fressange.

Die geneigten Leserinnen und Leser der vorliegenden Publikation sind mit der Dame sicherlich vertraut. Keine Modeschöpferin im eigentlichen Sinn, wie uns der kundige Herr von Seite 3 aufklärt, sondern ehemaliges Model (sie ist heute 63), hauptsächlich für Chanel, Lagerfeld-Muse und Pariser Stilikone. Sie hat vor Jahren eine Stilkunde für Damen herausgegeben, in der kluge Dinge stehen, zum Beispiel: „Ich sehe viele Frauen, die Ohrringe tragen und eine Halskette und Ringe und einen Armreif. Da ist es schon einmal nicht schlecht, das ein oder andere abzustreifen. Außerdem sollte man aus seiner Garderobe all die Dinge entfernen, die man mal gekauft hat, weil man sie ganz witzig fand. Kleider ­sollten nie witzig sein, sondern die Person.“

Schnell noch ein Tipp von Inès für unverzichtbare Standards: „Ein Blazer, eine weiße Jeans, ein dunkelblauer Pullover . . . steht jedem.“ Über stilvolles Autofahren hat sie leider nichts gesagt, dafür hinterließ sie ihre Handschrift auf erwähntem Sondermodell. Wir erwähnen nur den „exklusiven Farbton Encre-Blau“ und das „einzigartige Finish für die Sitzpolster, das Weber aus der Region Ariège (Südfrankreich, in den Pyrenäen, Anm.) schufen, ­inspiriert von einer lokalen Lederflechttechnik.“
Nämlicher DS 3 Crossback E-Tense Inès de la Fressange ist vollelektrisch und kostet 43.990 Euro. Karl Lagerfeld übrigens, der beim Untersatz auf deutsche ­Wertarbeit vertraute und sich stets in einem Mercedes S-Klasse chauffieren ließ, hat nie eine Automodelllinie kreiert. Hielt er ­vermutlich für vulgär.