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Kommentar

Der zweite Sputnik-Schock – hoffentlich ist er heilsam

Was hat man nicht gewitzelt über Sputnik V
Was hat man nicht gewitzelt über Sputnik V.REUTERS
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Was sagen uns die Namen der Pharmafirmen und der Wundermittel gegen die Coronapandemie? Eine subkutane Betrachtung.

Normalsterbliche wurden bisher nicht gefragt, welches der verfügbaren Mittel der Arzt ihnen zum Schutz vor Corona spritzen soll. Aber wenn man den Patienten in der ersten Phase der Pandemie und ihrer Bekämpfung die Wahl gelassen hätte, würden sich wohl die meisten für das von der deutschen Firma Biontech entwickelte Serum BNT 162b2 entschieden haben.

Vielleicht gibt es diese Präferenz nicht nur wegen der kolportierten Wirksamkeit (ein Schutz von mehr als 90 Prozent), sondern auch deshalb, weil so mancher Herr bereits positive Erfahrungen mit dem US-Konzern Pfizer gemacht hat, der das Mittel herstellt. Er erzeugt zudem Viagra. Das hat einen festen Stand auf dem Markt.

Damit kann nicht einmal das Unternehmen Moderna aus Cambridge, Massachusetts (Harvard!) konkurrieren, dessen Serum, mRNA-1273, in der EU ebenfalls bereits zugelassen ist und eine tolle Schutzwirkung haben soll. Modern ist nämlich seit 100 Jahren ein alter Begriff, da warten wir lieber auf postmoderne Varianten.

Eine könnte tatsächlich aus dem Osten kommen. Was hat man nicht gewitzelt über Sputnik V, mit dem bereits 2020 massenweise Russen geimpft wurden, ehe die dritte Testphase zur Ermittlung der Sicherheit dieses Gam-Covid-Vac begonnen hatte. Jetzt stellt sich heraus, dass der am Gamaleja-Institut in Moskau entwickelte Stoff ebenfalls mehr als 90 Prozent Wirksamkeit hat, sich also mit BNT 162b2 sowie mRNA-1273 messen kann. Zudem soll er recht robust und einfacher zu handhaben sein.