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Im Handel gibt es reichlich Konfliktstoff

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ArchivbildAPA/HELMUT FOHRINGER
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Der Handel macht gerade harte Zeiten durch – dafür kann er sich gleich auf zwei Interessenvertretungen verlassen. Doch die beiden sind einander nicht unbedingt grün.

Große Freude. Ab Montag dürfen die Geschäfte wieder aufsperren, und der Handel begrüßt das sehr. Das sagen zumindest dessen Interessenvertretungen – der Handelsverband sowie die Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer. Zwei Interessenvertretungen für eine Branche? Ja, so ist es. Und das ist nicht einmal ein Unikum in Österreich: Es gibt ja auch die Hoteliersvereinigung neben der Branchenvertretung in der Wirtschaftskammer; es gibt den Gewerbeverein und die entsprechende Sparte in der Kammer. Wie heißt es so schön? Konkurrenz belebt. Das aber trifft nicht unbedingt auf das Nervenkostüm der Konkurrierenden zu. Schon gar nicht bei den Interessenvertretern des Handels. Und das ist dann doch einen Blick hinter die Kulissen wert.Rainer Trefelik ist Wirtschaftskämmerer. Seit Juni 2020 leitet er die Bundessparte Handel in der WKO. Und er geht das Konkurrenzverhältnis zum Handelsverband von der rationalen Seite an: „Es ist jedem freigestellt, eine zusätzliche Interessenvertretung zu machen“, sagt er. Stimmt, siehe oben. Gleichzeitig rückt er die Größenordnungen ins rechte Licht: „Unsere Sparte zählt 62.000 Mitglieder. Der Handelsverband hat ein paar Tausend.“ Stimmt natürlich auch, obwohl man schon betonen muss, dass die 62.000 Handelsunternehmen es sich nicht aussuchen können. Sie sind pflichtweise Mitglieder.