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Coronavirus

Warum AstraZeneca seinen Impfstoff kaum an älteren Menschen testete

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Der Impfstoff von AstraZeneca wurde an verhältnismäßig wenigen Menschen getestet, die älter als 70 Jahre sind.(c) Getty Images (Dan Kitwood)
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Der Großteil der Testpersonen in der dritten und letzten Studienphase war unter 70 Jahre alt. Eine letztlich unglückliche Entscheidung, die das britisch-schwedische Unternehmen in Erklärungsnot gebracht hat.

An knapp 24.000 Menschen wurde der Vektor-Impfstoff von AstraZeneca in der Phase drei getestet – in randomisierten Doppelblindstudien. Weder die Ärzte noch die Testpersonen der beiden nach dem Zufallsprinzip zusammengestellten Gruppen wussten also, wem ein Impfstoff verabreicht wird und wem ein Placebo.

Die gründlichsten Daten sind jene aus den Tests in Großbritannien und Brasilien. Dort wurden 2377 bzw. 2063 Menschen geimpft. In Großbritannien waren lediglich 213 von ihnen 70 Jahre oder älter, in Brasilien sogar nur elf. Das entspricht neun bzw. 0,5 Prozent. Wie ist eine solche Auswahl angesichts der Tatsache, dass Covid-19 insbesondere für ältere Menschen gefährlich sein kann, zu erklären? Müssten die Testpersonen nicht mehrheitlich der Generation 70 plus angehören, um verlässliche Informationen über die Wirksamkeit der Impfung zu erlangen – und zwar für jene Gruppen, die sie am dringendsten benötigen?