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Leitartikel

Wenn die Leistungsgesellschaft plötzlich am Pranger steht

(c) APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Jene, die zusperren (müssen), gelten als verantwortungsvoll. Wer offen hat, wird als rücksichtslos abgestempelt. Über gut und böse in Zeiten der Pandemie.

Jetzt ist es schon wieder passiert. Diesmal hat Virologin Dorothee von Laer davor gewarnt. Und wieder hat dieser leidige Satz seine Wirkung nicht verfehlt. Die Expertin von der Med-Uni Innsbruck warnte vor einem „zweiten Ischgl“. Wann immer jemand in den vergangenen zwölf Monaten ein Totschlagargument benötigte, mit dem „zweiten Ischgl“ war er gut bedient. Als es vor Weihnachten darum ging, die Skigebiete zu schließen, hallte es aus Deutschland und Italien: „zweites Ischgl“. Nun führen halt die Virusmutationen zu einem „zweiten Ischgl“. So sehr sich die Ischgler diese Ehre selbst zuzuschreiben haben. Aber irgendwann sollte man halt wieder vernünftig argumentieren und nicht reflexartig den Ischgler Pistenteufel an die Wand malen.