Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Coronakrise

Cafe Ritter in Wien-Ottakring insolvent

Das Café Ritter in Ottakring.Die Presse/Katharina Fröschl-Roßboth
  • Drucken

Das 1907 gegründete Traditionskaffeehaus ist trotz Beteiligung der Stadt insolvent. Trotzdem ist eine Fortführung geplant.

Das seit 1907 bestehende Cafe Ritter in Ottakring hat Insolvenz angemeldet. Laut Kreditschutzverband von 1870 wurde über das Vermögen der Betreibergesellschaft ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien eröffnet. Als Ursache wurde der Umsatzeinbruch in der Coronakrise genannt.

Die Passiva wurden mit 940.000 Euro beziffert. Rund 22 Gläubiger und 13 Dienstnehmer sind betroffen. Die Finanzierung des Sanierungsplans mit einer Quote von 20 Prozent soll aus dem Fortbetrieb gelingen, hieß es. Das Jugendstil-Kaffeehaus galt unter anderem als Stammlokal von Fußball-Legende Ernst Happel.

Nicht einmal eine Beteiligung der Stadt Wien dürfte die Insolvenz aufgehalten haben. Diese hatte im Oktober verkündet, sich an dem Kaffeehaus zu beteiligen, um es zu unterstützen. Um welche Summe es sich dabei genau handelte, gab die Stadt Wien nicht bekannt. Mit zwei weiteren Unternehmen handelte es sich um insgesamt 600.000 Euro. Dazu wurde eigens die „Stolz auf Wien“ Beteiligungs GmbH als Tochterunternehmen der Wien Holding und der Wiener Wirtschaftskammer (WKW) gegründet.