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Presse

Mehr Klagen und Attacken gegen Journalisten

Der Vater von Daphne Caruana Galizia hält bei einer Demonstration ein Bild seiner ermordeten Tochter.
Der Vater von Daphne Caruana Galizia hält bei einer Demonstration ein Bild seiner ermordeten Tochter.Reuters
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Unabhängige Medien und Journalisten geraten auch in Europa immer mehr unter Druck. Vor allem die Morde auf Malta und in der Slowakei haben AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky schockiert. Aber auch in Österreich sieht er Probleme.

Sechs Jahre war Otmar Lahodynsky Präsident der „Association of European Journalists“. Demnächst gibt der Journalist und Autor (der u. a. Brüssel-Korrespondent und stv. Chefredakteur der „Presse“ war) den Staffelstab an einen Nachfolger weiter. Wenn man ihn fragt, was sich während seiner Amtszeit bei der AEJ verändert hat, dann hört man vor allem eines: Medien und Journalisten stehen heute, auch in der EU, stärker unter Druck. Und nicht nur das: Oft sind sie in ihrer Existenz, sogar an Leib und Leben bedroht. Das Schlimmste seien die Morde an den Investigativ-Journalisten Daphne Caruana Galizia (Malta) und Ján Kuciak (Slowakei) gewesen. „Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in der EU passieren kann“, sagt Lahodynsky. Das Aggressionspotenzial steige. Das hat auch die von der AEJ mitbegründete Plattform des Europarats festgestellt: 2019 wurden 142 ernste Bedrohungen der Medienfreiheit registriert, darunter 33 physische Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten, 17 Inhaftierungen von Medienvertretern, 43 Fälle von Bedrohung und Einschüchterung.