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Burma

Wenn die Generäle Ernst machen

Soldaten marschierten am Montag vor der Zentralbank in Yangon auf.(c) imago images/ZUMA Wire (Aung Kyaw Htet via www.imago-images.de)
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Weil der Widerstand gegen den Militärputsch nicht abebbt, setzt das Regime auf Eskalation: Es lässt Panzer auffahren, schickt eine berüchtigte Infanterieeinheit und in Zivil gekleidete Männer mit Luftdruckgewehren.

Der Panzer rollt. Oder besser gesagt: Er sollte, aber will nicht so richtig. Das tonnenschwere Gefährt ist einfach mitten auf einer Straße der burmesischen Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt Yangon stehen geblieben. Der Verkehr schlängelt sich daran vorbei, es gibt ein wütendes Hupkonzert. Zwei Soldaten steigen aus, versuchen missmutig, das marode Fahrzeug wieder in Gang zu kriegen. So ist es auf einem Video zu sehen, das ein Burmese am Montag online gestellt hat. „Sollen wir anschieben?“, ruft ein Passant. „Wenn man Fahranfänger ist, sollte man die Innenstadt meiden“, feixt ein anderer und lacht lauthals. Es ist wohl nicht die Reaktion, die sich die Generäle erhofft hatten, als sie Panzer in die größten Städte des Landes befahlen.